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München steht an Berlins Seite: 4.000 Menschen bei Mahnwache

Rund 4.000 Menschen kamen am 27. Juli 2026 auf dem Münchner Marienplatz zusammen, um der Opfer des Anschlags im Umfeld des Berliner Christopher Street Days zu gedenken. Unter ihnen waren auch Mitglieder von Queer Pfaffenhofen e.V.

München trauert mit Berlin

Am Abend des 25. Juli wurden im Umfeld des Berliner CSD Menschen mit einem Fahrzeug angefahren und mit Stichwaffen verletzt. Ein Mensch wurde getötet, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der Anschlag galt nicht nur den Menschen, die an diesem Abend friedlich für Sichtbarkeit, Freiheit und gleiche Rechte zusammengekommen waren. Er war ein Angriff auf die queere Community und auf eine offene, vielfältige Gesellschaft.

Zwei Tage später setzte München ein starkes Zeichen der Anteilnahme. Auf dem Marienplatz versammelten sich rund 4.000 Menschen zu einer gemeinsamen Mahnwache – still in der Trauer und zugleich entschlossen in ihrer Solidarität mit Berlin.

„Das hätte auch unser CSD sein können.“

„Heute geht es nicht um große Worte, es geht um Mitgefühl.“

Alexander Kluge, Geschäftsführer des CSD München

Mitgefühl statt Instrumentalisierung

Mona Fuchs, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, wandte sich deutlich gegen diejenigen, die den Anschlag unmittelbar danach für ihre eigenen politischen Ziele nutzen wollten.

„Das ist nicht Solidarität, das ist politische Instrumentalisierung.“

„Wo Islamismus zu bekämpfen sei, gelte es auch Rechtsextremismus zu bekämpfen.“

Mona Fuchs, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München

Nach einer Schweige- und Gedenkminute fand sie Worte, die weit über diesen Abend hinausreichen:

„Die Antwort auf diesen Anschlag darf niemals Angst sein.“

Mona Fuchs

Blumen, Kerzen und Botschaften gegen den Hass

Im Anschluss legten die Teilnehmenden Blumen, Kerzen und persönliche Botschaften nieder. So entstand mitten auf dem Marienplatz ein farbenfroher Ort des Erinnerns – für Vielfalt und Liebe, gegen Hass und Gewalt.

Auch Mitglieder von Queer Pfaffenhofen e.V. waren bei der Mahnwache dabei. Denn was in Berlin geschehen ist, betrifft uns alle. Unsere Gedanken sind bei der getöteten Person, bei den Verletzten, ihren Angehörigen und Freund*innen sowie bei allen, die den Anschlag miterleben mussten.

Wir bleiben laut. Liebe bleibt bunt.

Impressionen von der Mahnwache

Fotos: Claudio Mollo

Mitgliederversammlung 2026

Ein Tag des Austauschs und der Gemeinschaft

Am 31. Mai fand die dritte ordentliche Mitgliederversammlung von Queer Pfaffenhofen e.V. statt. Ab 13:00 Uhr kamen 22 Mitglieder im Pfarrsaal St. Johannes in Pfaffenhofen zusammen, um gemeinsam auf das vergangene Vereinsjahr zurückzublicken, wichtige Beschlüsse zu fassen und über die weitere Entwicklung des Vereins zu sprechen.

Der Tag war geprägt von offenem Austausch, gegenseitiger Wertschätzung und dem spürbaren Willen, queere Sichtbarkeit in Pfaffenhofen und der Region weiter zu stärken. Auch der passende Rahmen trug zur positiven Stimmung bei: Bei Häppchen und Getränken blieb viel Raum für Gespräche, Begegnungen und persönliche Rückmeldungen.

Norbert eröffnete die Versammlung in seiner Funktion als vorsitzende Person und übernahm die Versammlungsleitung. Nach der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit stellte Claudio die Tagesordnung vor. Diese wurde von den teilnehmenden Mitgliedern einstimmig angenommen.

Schon zu Beginn wurde deutlich: Die Mitgliederversammlung war nicht nur ein formaler Termin, sondern ein Ort, an dem Engagement, Verantwortung und Gemeinschaft zusammenkamen.

Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr

Der Bericht des Vorstands zeigte, wie vielfältig Queer Pfaffenhofen im Jahr 2025 aktiv war. Dazu gehörten unter anderem der monatliche QueerTreff im Müllerbräu, die regelmäßigen CineQueer-Filmnächte in der VHS und die Teilnahme am Pfaffenhofener Lichtermeer.

Weitere Schwerpunkte waren Aktionen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus, die Fotokunstausstellung „Max ist Marie“, Infostände bei den Dultsonntagen und beim Pink Monday in Ingolstadt sowie der zweite CSD Pfaffenhofen mit der ersten Pride Week.

Diese Aktivitäten zeigen, wie breit die Vereinsarbeit inzwischen aufgestellt ist: von Begegnung und Kultur über politische Sichtbarkeit bis hin zu konkreter Unterstützung und Vernetzung.

Vertrauen in die Arbeit des Vorstands

Auch der Finanzbericht und die Kassenprüfung waren Teil der Versammlung. Die Prüfung der Vereinskasse ergab keine Fehler oder Differenzen.

Nach der Aussprache zu den Berichten entlasteten die anwesenden Mitglieder den gesamten Vorstand einstimmig. Damit würdigten sie die geleistete Arbeit und sprachen dem Vorstand zugleich ihr Vertrauen für die weitere Vereinsarbeit aus.

Neue Verstärkung im Vorstandsteam

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Nachwahlen zum Vorstand. Diese waren notwendig geworden, nachdem Claudio und Pascal von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten waren.

Unter der Wahlleitung von Andreas stellten sich Thomas, Diana und Ines den anwesenden Mitgliedern vor. Anschließend wurden alle drei in geheimer Wahl gewählt und nahmen ihre Wahl an.

Queer Pfaffenhofen begrüßt damit Diana, Ines und Thomas neu im Vorstandsteam. Andreas und Norbert engagieren sich weiterhin im Vorstand. Gemeinsam steht das Team für Kontinuität, neue Impulse und die Bereitschaft, Verantwortung für die Community zu übernehmen.

Raum für Ideen und ehrliche Rückmeldungen

Besonders wertvoll war der offene Austausch unter den Mitgliedern. Fragen zu den Berichten wurden ausführlich beantwortet, Ideen gesammelt und Perspektiven für die kommenden Monate besprochen.

Mithilfe von Kärtchen konnten die Teilnehmenden festhalten, was sie persönlich aus der Mitgliederversammlung mitnehmen und was Menschen möglicherweise davon abhält, sich im Verein zu engagieren. So wurden nicht nur Erfolge sichtbar, sondern auch Hürden benannt, an denen der Verein weiterarbeiten kann.

Blick nach vorn: Begegnung, Projekte und Sichtbarkeit

Auch für 2026 hat Queer Pfaffenhofen viel vor. Weitergeführt werden unter anderem der monatliche QueerTreff im Müllerbräu, die CineQueer-Filmnächte in der VHS und die Infostände bei den Dultsonntagen.

Darüber hinaus stehen Beteiligungen an den Wochen gegen Rassismus, der Internationalen Nacht, den langen Nächten der Kunst und Musik, dem Fest der Demokratie und dem Volksfest-Auszug der Vereine auf dem Programm.

Auch die Teilnahme am ersten CSD Freising, ein weiterentwickeltes QueerForum sowie der CSD Pfaffenhofen am 22. August mit der dazugehörigen Pride Week gehören zu den Vorhaben, mit denen die queere Sichtbarkeit in der Region weiter gestärkt werden soll.

Gemeinsam eine vielfältige Zukunft gestalten

Die dritte ordentliche Mitgliederversammlung zeigte eindrucksvoll, was Queer Pfaffenhofen ausmacht: Menschen, die sich mit Zeit, Energie, Leidenschaft und Haltung einbringen.

Ein teilnehmendes Mitglied brachte die Stimmung des Tages besonders treffend auf den Punkt: Beeindruckend seien vor allem das Engagement, das Herzblut, der Zusammenhalt und die Gemeinschaft innerhalb des Vereins. Der inspirierende Austausch, die vielen Ideen für die Zukunft und der unermüdliche Einsatz für Vielfalt, Sichtbarkeit und Akzeptanz machten Mut und zeigten, wie wichtig solche Initiativen für unsere Gesellschaft sind.

Gemeinsam gestalten die Mitglieder eine offene, respektvolle und vielfältige Zukunft – mit weiteren Projekten, wertvollen Begegnungen und vielen Momenten, die Mut machen.

Impressionen von der Mitgliederversammlung

European Quadball Cup 2026 in Pfaffenhofen

Ein internationales Sportwochenende in Pfaffenhofen

Am Pfingstwochenende wurde das Gelände des FSV Pfaffenhofen beziehungsweise das Städtische Stadion Pfaffenhofen mit seinen Sportflächen zu einem internationalen Treffpunkt der besonderen Art: Am 23. und 24. Mai 2026 fand hier der European Quadball Cup 2026 Division 1 statt. 24 der stärksten Clubteams Europas reisten nach Pfaffenhofen an der Ilm, um auf den Turnierfeldern um Punkte, Platzierungen und den europäischen Titel zu spielen. Für die Stadt bedeutete das ein Wochenende voller Tempo, Teamgeist, Sprachenvielfalt und Begegnungen weit über den Sport hinaus.

Spendenaktion für Queer Pfaffenhofen

Auch Queer Pfaffenhofen e.V. war vor Ort sichtbar. In Absprache mit den Veranstaltenden wurden während des Turniers Spenden zugunsten unseres Vereins gesammelt. Einen eigenen Stand hatten wir dabei nicht: Das Committee stellte einen Tisch bereit, an dem Giveaways und Merch von Queer Pfaffenhofen gegen Spende erhältlich waren. Am Ende kamen insgesamt 380 Euro zusammen. Dieses Ergebnis zeigt, wie stark sportliche Großveranstaltungen lokale Solidarität stärken können: Menschen kommen wegen des Spiels zusammen – und nehmen zugleich wahr, welche Initiativen sich vor Ort für Akzeptanz, Sichtbarkeit und ein respektvolles Miteinander einsetzen.

Was ist Quadball?

Quadball, früher vielen unter dem Namen Quidditch bekannt, ist heute eine eigenständige, dynamische Kontaktsportart. Gespielt wird mit Elementen aus Handball, Rugby und Dodgeball. Auf dem Feld stehen pro Team bis zu sieben Spielende, die je nach Position unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Einige Spielende versuchen, den Ball durch einen der gegnerischen Ringe zu werfen; andere setzen Dodgeballs ein, um Gegenspielende kurzzeitig aus dem Spiel zu nehmen. Nach einer festgelegten Spielphase kommt zusätzlich die Flag ins Spiel: Eine suchende Position versucht, einer neutralen flagtragenden Person die Flag zu entreißen. Je nach Punktestand kann dieser Moment ein Spiel entscheiden oder noch einmal komplett öffnen.

Ein Sport mit Vielfalt im Regelwerk

Eine der größten Besonderheiten von Quadball ist jedoch nicht nur das ungewöhnliche Regelwerk, sondern die Haltung des Sports. Quadball wird geschlechtergemischt gespielt. Eine Gender-Regel begrenzt, wie viele Menschen desselben Geschlechts gleichzeitig für ein Team auf dem Feld stehen dürfen. Dadurch ist Vielfalt nicht nur ein Begleitwert, sondern Teil der sportlichen Struktur. Gerade deshalb passt Quadball besonders gut zu einem Verein wie Queer Pfaffenhofen: Der Sport verbindet körperliche Intensität mit Fairness, Selbstbestimmung und einer Kultur, in der Menschen unterschiedlicher Geschlechter und Hintergründe gemeinsam auf höchstem Niveau antreten können.

Ghent Gargoyles holen den Titel

Sportlich endete das Wochenende mit dem europäischen Titel für die Ghent Gargoyles aus Belgien. Die Finalspiele zeigten noch einmal, warum Quadball als schnell, taktisch und überraschend gilt: Ballbesitz kann innerhalb weniger Sekunden wechseln, Treffer zählen unmittelbar, und die Flagphase sorgt bis zum Schluss für Spannung.

Ausblick: gerne wieder in Pfaffenhofen

Für Pfaffenhofen war der European Quadball Cup 2026 damit mehr als ein Turnier. Er war ein Beispiel dafür, wie internationale Sportkultur, lokales Ehrenamt und queere Sichtbarkeit zusammenwirken können. Die Rückmeldung aus dem Umfeld des Events war eindeutig: Die Veranstaltung möchte sehr gerne wieder nach Pfaffenhofen kommen. Für Queer Pfaffenhofen ist ebenso klar: Wenn der European Quadball Cup erneut hier Station macht, möchten wir als mitveranstaltende Organisation aktiv dabei sein.

Danke für 380 Euro Solidarität

Der Dank gilt allen, die gespendet, am Tisch vorbeigeschaut, Fragen gestellt, Merch mitgenommen oder einfach ein freundliches Gespräch geführt haben. 380 Euro sind ein wertvoller Beitrag für unsere Vereinsarbeit – und zugleich ein starkes Zeichen dafür, dass Sport und Vielfalt in Pfaffenhofen gemeinsam Platz haben.

Impressionen vom European Quadball Cup

Bildnachweise und weiterführende Links

Die Fotos für den Beitrag stammen von Honeybadger Quidditchpictures und 21 Hoops. Weitere Informationen zu Quadball Europe gibt es auf Instagram und auf der offiziellen Website.

An international sporting weekend in Pfaffenhofen

Over the Pentecost weekend, the FSV grounds and the Städtisches Stadion in Pfaffenhofen, with its sports facilities, became the stage for a truly international sporting event. On 23 and 24 May 2026, the European Quadball Cup 2026 Division 1 brought 24 of Europe’s strongest club teams to Pfaffenhofen an der Ilm. On the tournament pitches, athletes competed for points, rankings and the European title. For the city, it was a weekend full of speed, team spirit, different languages and encounters that reached well beyond the sport itself.

A donation campaign for Queer Pfaffenhofen

Queer Pfaffenhofen e.V. was visibly present throughout the weekend. In agreement with the organisers, donations were collected in support of our association. We did not have our own stand: the committee provided a table where visitors could receive give-aways and Queer Pfaffenhofen merchandise in exchange for a donation. By the end of the event, a total of €380 had been raised. This result shows how major sporting events can strengthen local solidarity: people come together for the games, while also discovering initiatives that work locally for acceptance, visibility and respectful community life.

What is quadball?

Quadball, formerly known to many as quidditch, is now a dynamic sport in its own right. It combines elements of handball, rugby and dodgeball into a fast-paced, tactical contact sport. Each team can have up to seven players on the field at a time, with different positions taking on different roles. Some players try to score by throwing the ball through one of the opposing hoops, while others use dodgeballs to temporarily knock opponents out of play. Later in the game, the flag becomes active: a seeking position attempts to pull the flag from a neutral flag runner. Depending on the score, this phase can decide a match or completely reopen it.

A sport with diversity in its rules

One of quadball’s most distinctive features is not only its unusual ruleset, but also the values built into the sport. Quadball is played as an all-gender sport. A gender rule limits how many players of the same gender may be on the field for one team at the same time. As a result, diversity is not merely a message around the pitch; it is part of the structure of the game itself. That is why quadball connects so strongly with an organisation like Queer Pfaffenhofen: the sport combines physical intensity with fairness, self-determination and a culture where people of different genders and backgrounds can compete together at a high level.

Ghent Gargoyles win the title

On the sporting side, the weekend ended with the European title going to the Ghent Gargoyles from Belgium. The final matches showed once again why quadball is considered fast, tactical and unpredictable: possession can change within seconds, goals count immediately, and the flag phase keeps the result open until the very end.

Looking ahead: a welcome return to Pfaffenhofen

For Pfaffenhofen, the European Quadball Cup 2026 was therefore more than a tournament. It was an example of how international sport, local volunteer work and queer visibility can support one another. Feedback from the event environment was clear: the tournament would very much like to return to Pfaffenhofen. For Queer Pfaffenhofen, the message is just as clear: if the European Quadball Cup comes back, we would like to be actively involved as a co-organising association.

Thank you for €380 of solidarity

Our thanks go to everyone who donated, visited the table, asked questions, took home merchandise or simply shared a friendly conversation. The €380 raised is a valuable contribution to our association’s work – and a strong sign that sport and diversity both have a place in Pfaffenhofen.

Zusammenhalt in Vielfalt: Aktionstag in Ingolstadt

Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, fand in Ingolstadt der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Anlass war der Welttag der kulturellen Vielfalt – ein Tag, der daran erinnert, wie wichtig ein respektvolles, solidarisches und offenes Miteinander für unsere Gesellschaft ist.

Festival der Vielfalt in Ingolstadt

Auch Ingolstadt beteiligte sich mit einem vielfältigen Programm. Vor dem Stadttheater wurde das Festival der Vielfalt gefeiert: mit Musik, Begegnung, Mitmachangeboten und Raum für Austausch. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Vielfalt keine Hürde ist, sondern eine Stärke – und dass Zusammenhalt dort entsteht, wo Menschen einander zuhören, sichtbar werden und gemeinsam Haltung zeigen.

Queer sichtbar im Community-Pavillon

Wir von Queer Pfaffenhofen waren gemeinsam mit Queer ver.di, weiteren Akteur*innen des queeren Netzwerks der Region und der Stadtdramaturgie Ingolstadt vor Ort und haben ab 18:30 Uhr mit unserem Community-Pavillon über queere Themen informiert. Dabei ging es um Sichtbarkeit, Akzeptanz, queeres Leben in der Region und die Frage, wie wir Diskriminierung gemeinsam entgegentreten können.

Begegnung schafft Zusammenhalt

Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen weiterhin Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt sind, sind solche öffentlichen Aktionen wichtig. Sie schaffen Begegnung, bauen Berührungsängste ab und zeigen: Queere Menschen sind Teil dieser Gesellschaft – selbstverständlich, vielfältig und sichtbar.

Wir bedanken uns bei allen, die vorbeigekommen sind, Fragen gestellt, Gespräche geführt oder einfach ein Zeichen der Solidarität gezeigt haben. Der Aktionstag hat deutlich gemacht: Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er braucht Menschen, die sich einbringen, Haltung zeigen und Vielfalt aktiv leben.

Denn Vielfalt verbindet – in Ingolstadt, in Pfaffenhofen und überall dort, wo Menschen füreinander einstehen.

Impressionen vom Aktionstag

Queeres Vernetzungstreffen in Ingolstadt: Gemeinsam mehr erreichen

Ein erster Austausch für die Region 10

Am 22. April fand im Tagtraum in Ingolstadt ein erstes queeres Vernetzungstreffen für Vereine, Initiativen und Engagierte aus der sogenannten Region 10 statt. Zur Region Ingolstadt gehören neben der kreisfreien Stadt Ingolstadt auch die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d.Ilm. Damit war das Treffen bewusst regional gedacht: Es ging nicht nur um einzelne Orte, sondern um die Frage, wie queere Sichtbarkeit, Unterstützung und Zusammenarbeit in der gesamten Region gestärkt werden können.

Eingeladen hatte Peter Hengl, Sprecher des neu gegründeten Arbeitskreises Queer der ver.di Region Ingolstadt. In seiner Einladung formulierte er den Wunsch, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, voneinander zu lernen und auszuloten, was gemeinsam entstehen kann. Genau dieser offene und respektvolle Ansatz prägte auch den Abend.

Viele Perspektiven an einem Tisch

Teilgenommen haben neben ver.di-queer unter anderem Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, die Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 sowie weitere Initiativen, Gruppen und engagierte Einzelpersonen. Schon diese Zusammensetzung zeigte, wie vielfältig queeres Engagement in der Region 10 bereits ist: Es reicht von Beratung, Community-Arbeit und Selbsthilfe über Kultur und betriebliche Netzwerke bis hin zu gewerkschaftlicher Interessenvertretung.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass noch nicht alle angesprochenen queeren Organisationen auf die Einladung reagiert haben. Gerade deshalb bleibt die Vernetzung offen: Weitere Gruppen und Initiativen aus der Region 10 sind ausdrücklich eingeladen, sich künftig einzubringen und den Austausch mitzugestalten.

Für Queer Pfaffenhofen war das Treffen eine wichtige Gelegenheit, Kontakte über die Landkreisgrenzen hinaus zu vertiefen und neue Schnittstellen zu entdecken. Gerade in ländlicheren Räumen und kleineren Städten ist Vernetzung besonders wertvoll. Viele Angebote entstehen ehrenamtlich, mit viel persönlichem Einsatz und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Wenn diese Erfahrungen zusammenkommen, können daraus neue Ideen, stärkere Strukturen und mehr Sichtbarkeit entstehen.

Queere Themen in Arbeit, Alltag und Öffentlichkeit

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf der Frage, wie LGBTQIA+ Menschen im Arbeits- und Berufsleben besser unterstützt werden können. ver.di-queer möchte queere Anliegen in der Arbeitswelt sichtbarer machen und Betroffene bei Herausforderungen oder Diskriminierungserfahrungen stärken. Dabei wurde deutlich: Queere Sichtbarkeit endet nicht an der Bürotür, im Betrieb oder in der Verwaltung. Sie betrifft den Alltag, die Kultur, die Bildung, das Vereinsleben und den öffentlichen Raum.

Im Austausch ging es deshalb auch um die Themen, die die einzelnen Gruppen aktuell bewegen. Welche Erfahrungen machen queere Menschen in der Region? Wo fehlen sichere Räume, niedrigschwellige Informationen oder Ansprechpersonen? Wo gibt es bereits gute Beispiele? Und wo können Organisationen einander unterstützen, statt nebeneinanderher zu arbeiten? Das Treffen bot Raum, diese Fragen offen anzusprechen, ohne sofort fertige Antworten liefern zu müssen.

IDAHOBIT und 1. Mai als gemeinsame Anknüpfungspunkte

Als mögliche gemeinsame Anlässe wurden unter anderem der IDAHOBIT am 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, sowie der 1. Mai, der Tag der Arbeit, angesprochen. Beide Termine machen deutlich, wie eng queere Sichtbarkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Solidarität miteinander verbunden sind. Der IDAHOBIT setzt ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, während der 1. Mai die Verbindung von Arbeitswelt, sozialer Gerechtigkeit und Vielfalt sichtbar machen kann.

Der Abend war dabei kein Treffen mit fertigem Maßnahmenplan, sondern ein Auftakt. Im Mittelpunkt standen Kennenlernen, Austausch und die Frage, wie gegenseitige Unterstützung konkret aussehen kann. Gerade das machte den Abend wertvoll: Es entstand ein Raum, in dem Ideen gesammelt, Kontakte geknüpft und gemeinsame Perspektiven entwickelt werden konnten.

Ein Anfang mit viel Potenzial

Das erste queere Vernetzungstreffen in Ingolstadt hat gezeigt, wie groß der Bedarf und zugleich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Region 10 sind. Viele Menschen setzen sich bereits für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichstellung ein – oft an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Schwerpunkten. Wenn diese Arbeit stärker miteinander verbunden wird, kann daraus ein tragfähiges Netzwerk wachsen.

Für Queer Pfaffenhofen war der Abend ein ermutigendes Signal. Queere Sichtbarkeit entsteht nicht nur durch einzelne Veranstaltungen, sondern auch durch verlässliche Kontakte, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Das Treffen im Tagtraum war dafür ein wichtiger erster Schritt – und hoffentlich der Beginn einer langfristigen, solidarischen Zusammenarbeit in der gesamten Region 10.

Impressionen vom Vernetzungstreffen

Queer networking meeting in Ingolstadt: Achieving more together

A first exchange for Region 10

On 22 April, a first queer networking meeting for organisations, initiatives and committed individuals from what is known as Region 10 took place at Tagtraum in Ingolstadt. The Ingolstadt region includes the city of Ingolstadt as well as the districts of Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen and Pfaffenhofen a.d.Ilm. The meeting therefore had a deliberately regional perspective: it was not only about individual towns, but about how queer visibility, support and cooperation can be strengthened across the whole region.

The invitation came from Peter Hengl, spokesperson for the newly founded Queer working group of ver.di in the Ingolstadt region. In his invitation, he described the aim of getting to know one another, listening, learning from each other and exploring what could be created together. This open and respectful approach also shaped the evening itself.

Many perspectives at one table

In addition to ver.di-queer, participants included Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 and further initiatives, groups and committed individuals. This mix already showed how diverse queer engagement in Region 10 is: it ranges from counselling, community work and peer support to culture, workplace networks and trade union representation.

At the same time, it became clear that not all queer organisations contacted had responded to the invitation yet. This makes it all the more important to keep the network open: further groups and initiatives from Region 10 are warmly invited to get involved and help shape the exchange in the future.

For Queer Pfaffenhofen, the meeting was an important opportunity to deepen contacts beyond district boundaries and discover new points of connection. Networking is especially valuable in more rural areas and smaller cities. Many offers are created on a voluntary basis, with great personal commitment and close to the needs of the community. When these experiences come together, they can lead to new ideas, stronger structures and greater visibility.

Queer issues in working life, everyday life and public space

One focus of the meeting was the question of how LGBTQIA+ people can be better supported in working and professional life. ver.di-queer wants to make queer concerns in the workplace more visible and support people affected by challenges or discrimination. The discussion made one thing clear: queer visibility does not stop at the office door, in companies or in public administration. It also concerns everyday life, culture, education, associations and public space.

The exchange therefore also addressed the topics that currently matter to the different groups. What experiences do queer people have in the region? Where are safe spaces, accessible information or contact points still missing? Where are there already good examples? And where can organisations support one another instead of working in parallel? The meeting created space to address these questions openly, without the pressure to produce immediate answers.

IDAHOBIT and 1 May as shared starting points

Possible shared occasions discussed included IDAHOBIT on 17 May, the International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, as well as 1 May, Labour Day. Both dates show how closely queer visibility, social participation and solidarity are connected. IDAHOBIT sends a clear message against discrimination, while 1 May can highlight the connection between working life, social justice and diversity.

The evening was not a meeting with a finished action plan. It was a starting point. The focus was on getting to know one another, exchanging experiences and asking how mutual support could look in practice. That is exactly what made the evening valuable: it created a space for ideas, contacts and shared perspectives to grow.

A beginning with strong potential

The first queer networking meeting in Ingolstadt showed both the need and the willingness to cooperate across Region 10. Many people are already working for diversity, acceptance and equality – often in different places and with different priorities. If this work becomes more connected, a resilient regional network can grow from it.

For Queer Pfaffenhofen, the evening was an encouraging sign. Queer visibility is not created only through individual events, but also through reliable contacts, trust and a shared willingness to take responsibility. The meeting at Tagtraum was an important first step – and hopefully the beginning of long-term, solidary cooperation throughout Region 10.

Café der Begegnung 2026 in Pfaffenhofen – gemeinsam gegen Rassismus

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus 2026 in Pfaffenhofen haben wir von Queer Pfaffenhofen e.V. mit dem Café der Begegnung am 28. März einen Ort geschaffen, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen konnten.

Ein Raum für offene Gespräche

Als Teil des Pfaffenhofener Programms der Wochen gegen Rassismus setzte die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein respektvolles, solidarisches Miteinander.

Im Pfarrsaal der katholischen Kirche kamen viele Besucher*innen bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch. Wir legten Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen aus und informierten mit Roll-Ups über Rassismus in der queeren Community sowie über Mehrfachdiskriminierung.

Unser Ziel war es, Wissen zugänglich zu machen, unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden zu lassen und einen offenen Austausch zu ermöglichen. Die vielen Gespräche, Begegnungen und Rückmeldungen haben uns gezeigt, wie wichtig solche Orte sind. Gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung und Diskriminierung viele Menschen belasten, braucht es Räume, in denen Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt spürbar werden.

Musik, Beratung und Selbststärkung

Eine besonders berührende Atmosphäre entstand durch die Musik von Schmidtanand. Auch die Informationsstände von Ihr Lichtblick und dem Kampfgeist Dojo Scheyern bereicherten den Nachmittag mit wichtigen Impulsen zu Unterstützung, Empowerment und einem respektvollen Miteinander.

Schmidtanand

Schmidtanand verbindet bairische Liedermacherkunst mit modernen Grooves, Haltung und viel Gefühl. Von leisen, nachdenklichen Momenten bis zu mitreißenden Klängen sorgte die Band beim Café der Begegnung für echte Gänsehautmomente.

Schmidtanand kennenlernen

Ihr Lichtblick

Ihr Lichtblick steht für psychologische Beratung, Lebensberatung und ein wertschätzendes Gegenüber in herausfordernden Lebenssituationen. Diana Fuchs-Schlamp begleitet Menschen dabei, neue Perspektiven und eigene Lösungswege zu entwickeln.

Mehr über Ihr Lichtblick

Kampfgeist Dojo Scheyern

Das Kampfgeist Dojo vermittelt praxisnahe Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Handlungssicherheit. Im Mittelpunkt stehen klare Grenzen, Aufmerksamkeit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – besonders für Kinder, Jugendliche, Frauen und vulnerable Gruppen.

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Ein Tag, der in Erinnerung bleibt

Ein Social-Media-Beitrag einer Teilnehmerin hat die besondere Stimmung dieses Tages wunderschön zusammengefasst:

„Kein Platz für Rassismus – aber unendlich viel Raum für Herzensmomente.

Das Café der Begegnung im Rahmen der Wochen gegen Rassismus war nicht einfach nur eine Veranstaltung – es war ein Gefühl.

Ein Raum, in dem Menschen zusammenkamen, sich begegneten, zuhörten und gemeinsam lachten. Bei Kaffee und Kuchen, bei Musik und tiefen Gesprächen ist die Zeit wie im Nu verflogen.

So viel Offenheit, so viel Respekt und so viel echtes Miteinander. Schmidtanand haben mit ihrer Musik für Gänsehautmomente gesorgt.

Wir brauchen solche Orte. Mehr denn je.

Gemeinsam sind wir laut gegen Rassismus – und noch lauter für Vielfalt, Liebe und Zusammenhalt.“

Für uns bleibt dieser Nachmittag ein starkes Zeichen dafür, was Begegnung bewirken kann: Menschen hören einander zu, lernen voneinander und erleben, dass Vielfalt unsere Gemeinschaft bereichert. Danke an alle, die diesen besonderen Tag mit uns gestaltet und geteilt haben.

Mobile Infostände: Begegnung und Aufklärung

Drei Monate nach dem Abschluss der ersten Bürgerengagement-Runde trafen sich die LAG-Managerin Tina Schuler, Bürgermeister Wolfgang Hagl (1. stellvertretender Vorsitzender der LAG) und ein Teil der Vorstandschaft der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm e.V. mit den Maßnahmenträgern der zweiten Runde im Rentamtssaal des Landratsamts, um die Kleinprojekte vorzustellen.

Vier Ideen für den Landkreis

SVentura: Angebote für Trauernde

Den Anfang machte Peggy Füssel, die ihre Maßnahme „SVentura – Begegnungsangebote für Trauernde“ der von ihr gegründeten SVentura Trauerhilfe Selbsthilfegruppe als erstes eingereicht hatte. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ist wenig Platz für Trauer und den richtigen Umgang mit ihr. Vor allem für Menschen, die mitten im Leben stehen, beruflich eingebunden, familiär verantwortlich und im Alltag gefordert sind, fehlt oft das richtige Format. Hier setzt SVentura an. Es sind viele verschiedene Angebote geplant, die auf die Förderung seelischer Gesundheit, die Unterstützung von Menschen in akuten Krisen sowie die gesellschaftliche Aufklärung im Umgang mit Trauer ausgerichtet sind. Das vielfältige Angebot von Lesungen über Aromatherapie und Yoga bis hin zu verschiedenen Kreativworkshops soll die Menschen in ihrer Trauer abholen und begleiten.

Kiosk für den FC Schweitenkirchen

Mit Hilfe der Unterstützung Bürgerengagement wird der FC Schweitenkirchen 1946 e.V. am Sportplatz ein Kiosk mit Lager- und Unterstandsmöglichkeit errichten. So muss Vereinsmaterial nicht mehr privat gelagert werden und ist für die Vereinsmitglieder schneller und leichter zugänglich. „Insbesondere für Vereinsveranstaltungen, Jugendarbeit, Familienaktivitäten, das Ferienprogramm „Schweidino“ und öffentliche Anlässe wird der „Kiosk FC Schweitenkirchen“ dringend benötigt, um die Verpflegung sicherzustellen, Sitzgelegenheiten unterzustellen und Witterungsschutz zu bieten“, erklärt Herr Klostermann. Der Kiosk fördert somit nicht nur die Vereinskultur, sondern auch das Miteinander und die Lebensqualität vor Ort.

Radionauten: Medienkompetenz für Kinder

Die Kommunikations- und Medienkompetenz der Jugend möchten Josef Postel und Verena Zöllner mit dem Verein Bürgernetz Landkreis Pfaffenhofen e.V. stärken. Mit der Maßnahme „Radionauten – Medienkompetenz für Kinder zwischen 9 und 15 Jahre“ sollen spielerisch die Grundlagen journalistischer Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören unter anderem das Recherchieren von Beiträgen und das Führen von Interviews. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf den richtigen Umgang mit Medien, das Bewerten von Informationen und das kritische Hinterfragen der schon vielfach genutzten KI gelegt werden. In von den Kindern abgehaltenen Redaktionssitzungen werden Sendeplan und Arbeitsabläufe gemeinsam erarbeitet. Als absolutes Highlight soll das Erlernte unmittelbar im Radiostudio in Livesendungen umgesetzt werden.

Mobile Informations- und Begegnungsstände

Informieren möchte auch der Verein Queer Pfaffenhofen e.V. Zu diesem Zweck kann er nun mit Hilfe der LEADER-Förderung „Mobile Informations- und Begegnungsstände“ anschaffen und sein Angebot landkreisweit ausweiten. Durch die klar erkennbaren, professionell gestalteten Anlaufstellen sollen Hemmschwellen abgebaut und der Wiedererkennungswert gesteigert werden. Der Verein möchte über das Leben queerer Menschen informieren, Aufklärungsarbeit leisten und sich so für ein besseres, respektvolles Miteinander und eine Stärkung der Gemeinschaft einsetzen. Die Informations- und Begegnungsstände sollen neben der Informationsarbeit auch für Mitmachaktionen, Dialogformate und persönliche Gespräche bei etablierten Veranstaltungen im Landkreis verwendet werden.

Förderung für gelebtes Bürgerengagement

Die Maßnahmen erhalten jeweils eine Unterstützung in Höhe von 90 % der eingereichten Nettokosten, maximal jedoch bis zu 5.000 €. Mit der Umsetzung dieser Kleinprojekte wird das Bürgerengagement-Budget für die aktuelle Förderperiode aufgebraucht.

„Das Schöne am LEADER-Projekt ‚Unterstützung Bürgerengagement‘ ist die Vielfalt der Projekte und das Brennen der Maßnahmenträger für ihre Idee. Die Begeisterung der Akteure ist wie immer ansteckend!“

Tina Schuler, LAG-Managerin

Daher freut sie sich schon auf das Abschlusstreffen in einem Jahr, wenn alle Maßnahmenträger mit Bildern berichten, wie es ihnen ergangen ist.

Gemeinsamer Startschuss

Hier wird Bürgerengagement sichtbar und ansteckend. LAG-Managerin Tina Schuler (vorne links), LAG-Assistentin Ramona Müller (daneben) und die anwesenden LAG-Vorstandschaftsmitglieder freuen sich mit den Maßnahmenträgern über den Startschuss der neuen Bürgerengagement-Runde. (Bildquelle: Annegret Lange, LAG Pfaffenhofen)

Mehr Glitzer, weniger Gestern!

Rückblick: „Mehr Glitzer, weniger Gestern!“ – Queer Pfaffenhofen zu Gast in München

Am Montag, den 09.02.2026, folgten wir der Einladung ins Lost Weekend Munich. Unter dem motivierenden Motto „Mehr Glitzer, weniger Gestern!“ stand der Abend ganz im Zeichen der kommenden Bürgermeister- und Stadtratswahl in der Landeshauptstadt – und wir waren mittendrin.

Für uns als Queer Pfaffenhofen e.V. war es eine großartige Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen hinaus zu vernetzen, mit engagierten queeren Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft zu setzen.

Es war ein Abend voller Energie, Inspiration und starker politischer Zeichen. Dass mit Claudia Roth eine der bedeutendsten Stimmen für Menschenrechte und queere Sichtbarkeit vor Ort war, verlieh der Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung. Für uns als Queer Pfaffenhofen e.V. bot dieser Termin die perfekte Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen hinaus zu vernetzen, mit engagierten queeren Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, dass wir gemeinsam für eine offene Gesellschaft einstehen.

Vernetzung und Unterstützung über die Grenzen hinweg

Ein zentrales Thema des Abends war natürlich die Zukunft Münchens. Wir hatten die Freude, uns intensiv mit Dominik Krause, dem Zweiten Bürgermeister von München, auszutauschen. Auch wenn wir als Pfaffenhofener Verein in München nicht stimmberechtigt sind, genießt Dominik unsere volle moralische Unterstützung. Sein authentischer Einsatz für die Community macht ihn für uns schon jetzt zum „Bürgaymeister der Herzen“ – wir drücken ihm für den weiteren Wahlkampf fest die Daumen!

Ebenso herzlich bedanken wir uns bei der fantastischen Vicky Voyage, die den Abend mit ihren scharfsinnigen Texten und einer Show der Extraklasse veredelt hat. Solche kulturellen Beiträge sind essenziell, um queere Themen mit Witz und Tiefgang in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.

Besonders gefreut haben wir uns zudem über die wertschätzenden Worte von Florian Siekmann zu unserer Arbeit in Pfaffenhofen. Wir nutzten die Bühne direkt, um die Werbetrommel für unseren nächsten großen Termin zu rühren: Markiert euch den 22.08.2026 fett im Kalender – wir freuen uns auf euch beim CSD in Pfaffenhofen!

Menschen, die den Abend geprägt haben

© Nils Leon Brauer

Claudia Roth: Eine Kämpferin mit Herz, Verstand und Geschichte

Claudia Roth ist weit mehr als eine Politikerin – sie ist eine Institution für die Menschenrechte und ein unermüdliches Vorbild für die queere Community weltweit. Ihr Weg begann jedoch nicht im Parlament, sondern in der bayerischen und Berliner Kulturszene.

Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften arbeitete sie als Dramaturgin, bevor sie als Managerin der legendären Polit-Rockband Ton Steine Scherben um Rio Reiser Musikgeschichte schrieb. Diese Zeit prägte ihr tiefes Verständnis von Freiheit, unangepasster Kunst und dem mutigen Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.
In ihrer politischen Laufbahn leistete sie wahre Pionierarbeit: Seit ihrem Eintritt bei den Grünen im Jahr 1987 hat sie queere Rechte konsequent in das Zentrum der Demokratiedebatte gerückt. Als langjährige Bundesvorsitzende der Grünen, Vizepräsidentin des Bundestages und heute als Staatsministerin für Kultur und Medien gibt sie der Community eine weithin sichtbare Stimme. Claudia Roth steht für eine Politik der Empathie und zeigt auch bei heftigem Gegenwind klare Kante gegen Diskriminierung. Ihr ehrlicher Einsatz inspiriert uns in unserer täglichen Vereinsarbeit in Pfaffenhofen jeden Tag aufs Neue.

Florian Siekmann: Starke Stimme für ein queeres Bayern

Mit Florian Siekmann durften wir einen Politiker erleben, der als Abgeordneter im Bayerischen Landtag eine neue, engagierte Generation repräsentiert. Florian setzt sich unermüdlich dafür ein, dass die Anliegen der Community nicht nur in den großen Metropolen wie München Gehör finden, sondern in ganz Bayern ankommen.

© Florian Siekmann

Sein politischer Fokus liegt dabei besonders auf der parlamentarischen Verankerung von Queer-Politik und der Förderung von Beratungs- und Schutzstrukturen im ländlichen Raum.
Er ist eine der treibenden Kräfte hinter dem bayerischen Aktionsplan „Queeres Bayern“ und kämpft leidenschaftlich für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit. Für uns als regionalen Verein ist Florian ein wichtiger Verbündeter, da er die Brücke zwischen der großen Landespolitik und der wertvollen Basisarbeit vor Ort schlägt. Sein Besuch bei unserer Veranstaltung und sein Support für den CSD in Pfaffenhofen zeigen deutlich: Wir kämpfen gemeinsam für ein Bayern, in dem jeder Mensch sicher und willkommen ist.

Vicky Voyage & Dominik Krause: Glanz und Engagement für München

© Mathhew Lutze

Abgerundet wurde der Abend durch die fantastische Vicky Voyage, die mit ihrer erstklassigen Show bewiesen hat, dass Unterhaltung und politische Botschaften perfekt Hand in Hand gehen können. Ihre Texte sind nicht nur unterhaltsam, sondern ein wichtiges Werkzeug für die Sichtbarkeit queerer Kultur.

Ebenso beeindruckt hat uns Dominik Krause, der als Zweiter Bürgermeister von München zeigt, wie moderne, offene Stadtpolitik aussehen kann. Auch wenn wir ihn von Pfaffenhofen aus nicht direkt wählen können, ist sein Einsatz für die Landeshauptstadt ein Signal, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Dominik verkörpert eine Politik, die nah an den Menschen ist und den Mut hat, neue Wege zu gehen – für uns ist er deshalb ganz klar der „Bürgaymeister der Herzen“.

© Andreas Gregor

Fazit des Abends: Der Abend hat gezeigt: Demokraten stehen zusammen! Wir nehmen viel Energie und neue Kontakte mit zurück in die Heimat und freuen uns darauf, den „Glitzer“ in unseren Alltag und die kommende politische Arbeit zu tragen.

„Ich bin Chris!“

Literatur, Musik und Mut: Ein bewegender Abend mit Sven Rühl im WortReich

Ein Abend, der unter die Haut ging: Am 22. November 2025 durften wir im Rahmen einer besonderen Kooperation zwischen Queer Pfaffenhofen e.V. und der Buchhandlung WortReich den Autor Sven Rühl bei uns begrüßen. Mit seinem Debütroman „Ich bin Chris!“ schlug er Brücken zwischen Literatur, Musik und der wichtigen Botschaft für mehr Akzeptanz.

Die Buchhandlung WortReich von Sarah Haberhauer in der Auenstraße bot den perfekten, gemütlichen Rahmen für diese Veranstaltung. Inmitten von Bücherregalen und einer Atmosphäre gelebter Gastfreundschaft fanden sich zahlreiche Gäste zusammen, um der Geschichte des 18-jährigen Chris zu lauschen.

„Ich bin Chris!“ – Mehr als nur eine Coming-of-Age-Story

Sven Rühl las aus seinem bewegenden Roman, der die Identitätssuche und das Coming-out eines jungen Mannes thematisiert. „Ich bin Chris!“ erzählt ehrlich und hoffnungsvoll vom inneren Chaos, der Angst vor Ablehnung, aber auch von den ersten großen Gefühlen. Dabei geht der Autor auch dahin, wo es weh tut: Er thematisiert Mobbing und die Einsamkeit, die viele Jugendliche in dieser Lebensphase verspüren.

Doch Sven Rühl schreibt nicht nur darüber – er handelt auch. Als Initiator der Kampagne #ichbingegenmobbing setzt er sich aktiv dafür ein, Tabus aufzubrechen. Sein Ziel ist es, Jugendlichen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein sind. Diese authentische Haltung war an diesem Abend in jedem seiner Worte spürbar.

Ein musikalisches Ausrufezeichen

Begleitet wurde die Lesung durch ein besonderes Highlight: Der Münchener Künstler Christian Deussen bereicherte den Abend mit seiner Musik. Mit seinem Mix aus Soulpop und modernen Klängen sowie Songs wie „Gut So!“ setzte er ein kraftvolles musikalisches Statement gegen Vorurteile. Die Kombination aus Svens Texten und Christians Stimme sorgte für Gänsehautmomente und unterstrich die Botschaft des Abends: „Du bist gut so, wie du bist.“

Lokal kaufen, Vielfalt fördern

Ein herzliches Dankeschön gilt Sarah Haberhauer und ihrem Team vom WortReich. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere lokalen Buchhandlungen zu unterstützen. Orte wie das WortReich machen Pfaffenhofen lebendig – hier gibt es nicht nur persönliche Beratung, sondern auch Raum für kulturelle Begegnungen und wichtigen Austausch, wie dieser Abend eindrucksvoll bewiesen hat.

Wer das Buch „Ich bin Chris!“ oder weiteren Lesestoff sucht, wird dort garantiert fündig. Kauft lokal – so bleibt unsere Stadt vielfältig und lebendig!

Vielen Dank an Sven, Christian, Sarah und Harald und alle Gäste für diesen inspirierenden Abend!

Impressionen von der Lesung


Mehr erfahren & Unterstützen

📖 Buchhandlung WortReich

Inhaberin Sarah Haberhauer führt mit dem WortReich eine inhabergeführte Buchhandlung im Herzen von Pfaffenhofen. In der Auenstraße 4 schafft sie einen Ort der Begegnung, an dem individuelle Beratung und die Liebe zur Literatur großgeschrieben werden. Ein echter Heimathafen für alle Bücherwürmer und ein wichtiger Partner für unsere kulturelle Vielfalt.

Zur Webseite von WortReich

✍️ Sven Rühl

Sven Rühl ist Autor und Herzblut-Aktivist. Mit seinem Debütroman „Ich bin Chris!“ gibt er der queeren Coming-of-Age-Literatur eine neue, ehrliche Stimme. Als Initiator der Kampagne #ichbingegenmobbing nutzt er seine Reichweite, um Schulen und die Gesellschaft für das Thema Diskriminierung zu sensibilisieren und jungen Menschen Mut zu machen.

Mehr über Sven Rühl

🎤 Christian Deussen

Der Münchener Sänger Christian Deussen steht für modernen Pop mit Tiefgang. Mit seiner unverkennbaren Stimme und positiven Ausstrahlung ist er ein wichtiger Botschafter der LGBTQIA+-Community. Seine Songs, wie der Mutmacher-Hit „Gut So!“, sind ein Plädoyer für Selbstliebe und gelebte Authentizität.

Musik von Christian Deussen

CSD Pfaffenhofen

Am 16. August 2025 wird Pfaffenhofen zum zweiten Mal laut, sichtbar und bunt – beim Christopher Street Day (CSD). Was als mutiger Aufstand queerer Menschen gegen Polizeigewalt und Diskriminierung im Jahr 1969 in der New Yorker Christopher Street begann, wurde zum weltweiten Symbol für den Kampf um Gleichberechtigung, Akzeptanz und Menschenrechte. Der CSD erinnert an diesen historischen Moment – und daran, dass queeres Leben politisch ist.

Auch heute, über 50 Jahre später, ist dieser Kampf nicht vorbei. Im Gegenteil: In einer Zeit, in der queere Menschen wieder verstärkt Anfeindungen, Hass und politischem Gegenwind ausgesetzt sind – auch mitten in Europa – braucht es klare Worte, mutige Stimmen und sichtbare Zeichen. Deshalb steht unser diesjähriger CSD unter dem Motto:

„Nie wieder still – Unsere Stimmen. Unsere Farben. Unsere Liebe.“

Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen. Wir stehen auf – für uns selbst, füreinander und für alle, die noch keine Stimme haben. Wir zeigen Haltung, wir zeigen Herz, wir zeigen uns. Der CSD ist mehr als ein Fest – er ist ein Tag des Protests, der Solidarität und der Hoffnung. Ein Tag, an dem wir gemeinsam für eine Gesellschaft einstehen, in der alle Menschen frei, sicher und ohne Angst leben und lieben können – unabhängig von Geschlecht, Identität oder sexueller Orientierung.

Pfaffenhofen erhebt die Stimme. Und du?


Sei dabei. Sei laut. Sei sichtbar.

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