Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, fand in Ingolstadt der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ statt. Anlass war der Welttag der kulturellen Vielfalt – ein Tag, der daran erinnert, wie wichtig ein respektvolles, solidarisches und offenes Miteinander für unsere Gesellschaft ist.
Festival der Vielfalt in Ingolstadt
Auch Ingolstadt beteiligte sich mit einem vielfältigen Programm. Vor dem Stadttheater wurde das Festival der Vielfalt gefeiert: mit Musik, Begegnung, Mitmachangeboten und Raum für Austausch. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Vielfalt keine Hürde ist, sondern eine Stärke – und dass Zusammenhalt dort entsteht, wo Menschen einander zuhören, sichtbar werden und gemeinsam Haltung zeigen.
Queer sichtbar im Community-Pavillon
Wir von Queer Pfaffenhofen waren gemeinsam mit Queer ver.di, weiteren Akteur*innen des queeren Netzwerks der Region und der Stadtdramaturgie Ingolstadt vor Ort und haben ab 18:30 Uhr mit unserem Community-Pavillon über queere Themen informiert. Dabei ging es um Sichtbarkeit, Akzeptanz, queeres Leben in der Region und die Frage, wie wir Diskriminierung gemeinsam entgegentreten können.
Begegnung schafft Zusammenhalt
Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen weiterhin Anfeindungen und Vorurteilen ausgesetzt sind, sind solche öffentlichen Aktionen wichtig. Sie schaffen Begegnung, bauen Berührungsängste ab und zeigen: Queere Menschen sind Teil dieser Gesellschaft – selbstverständlich, vielfältig und sichtbar.
Wir bedanken uns bei allen, die vorbeigekommen sind, Fragen gestellt, Gespräche geführt oder einfach ein Zeichen der Solidarität gezeigt haben. Der Aktionstag hat deutlich gemacht: Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er braucht Menschen, die sich einbringen, Haltung zeigen und Vielfalt aktiv leben.
Denn Vielfalt verbindet – in Ingolstadt, in Pfaffenhofen und überall dort, wo Menschen füreinander einstehen.
Am 22. April fand im Tagtraum in Ingolstadt ein erstes queeres Vernetzungstreffen für Vereine, Initiativen und Engagierte aus der sogenannten Region 10 statt. Zur Region Ingolstadt gehören neben der kreisfreien Stadt Ingolstadt auch die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d.Ilm. Damit war das Treffen bewusst regional gedacht: Es ging nicht nur um einzelne Orte, sondern um die Frage, wie queere Sichtbarkeit, Unterstützung und Zusammenarbeit in der gesamten Region gestärkt werden können.
Eingeladen hatte Peter Hengl, Sprecher des neu gegründeten Arbeitskreises Queer der ver.di Region Ingolstadt. In seiner Einladung formulierte er den Wunsch, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, voneinander zu lernen und auszuloten, was gemeinsam entstehen kann. Genau dieser offene und respektvolle Ansatz prägte auch den Abend.
Viele Perspektiven an einem Tisch
Teilgenommen haben neben ver.di-queer unter anderem Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, die Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 sowie weitere Initiativen, Gruppen und engagierte Einzelpersonen. Schon diese Zusammensetzung zeigte, wie vielfältig queeres Engagement in der Region 10 bereits ist: Es reicht von Beratung, Community-Arbeit und Selbsthilfe über Kultur und betriebliche Netzwerke bis hin zu gewerkschaftlicher Interessenvertretung.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass noch nicht alle angesprochenen queeren Organisationen auf die Einladung reagiert haben. Gerade deshalb bleibt die Vernetzung offen: Weitere Gruppen und Initiativen aus der Region 10 sind ausdrücklich eingeladen, sich künftig einzubringen und den Austausch mitzugestalten.
Für Queer Pfaffenhofen war das Treffen eine wichtige Gelegenheit, Kontakte über die Landkreisgrenzen hinaus zu vertiefen und neue Schnittstellen zu entdecken. Gerade in ländlicheren Räumen und kleineren Städten ist Vernetzung besonders wertvoll. Viele Angebote entstehen ehrenamtlich, mit viel persönlichem Einsatz und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Wenn diese Erfahrungen zusammenkommen, können daraus neue Ideen, stärkere Strukturen und mehr Sichtbarkeit entstehen.
Queere Themen in Arbeit, Alltag und Öffentlichkeit
Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf der Frage, wie LGBTQIA+ Menschen im Arbeits- und Berufsleben besser unterstützt werden können. ver.di-queer möchte queere Anliegen in der Arbeitswelt sichtbarer machen und Betroffene bei Herausforderungen oder Diskriminierungserfahrungen stärken. Dabei wurde deutlich: Queere Sichtbarkeit endet nicht an der Bürotür, im Betrieb oder in der Verwaltung. Sie betrifft den Alltag, die Kultur, die Bildung, das Vereinsleben und den öffentlichen Raum.
Im Austausch ging es deshalb auch um die Themen, die die einzelnen Gruppen aktuell bewegen. Welche Erfahrungen machen queere Menschen in der Region? Wo fehlen sichere Räume, niedrigschwellige Informationen oder Ansprechpersonen? Wo gibt es bereits gute Beispiele? Und wo können Organisationen einander unterstützen, statt nebeneinanderher zu arbeiten? Das Treffen bot Raum, diese Fragen offen anzusprechen, ohne sofort fertige Antworten liefern zu müssen.
IDAHOBIT und 1. Mai als gemeinsame Anknüpfungspunkte
Als mögliche gemeinsame Anlässe wurden unter anderem der IDAHOBIT am 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, sowie der 1. Mai, der Tag der Arbeit, angesprochen. Beide Termine machen deutlich, wie eng queere Sichtbarkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Solidarität miteinander verbunden sind. Der IDAHOBIT setzt ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, während der 1. Mai die Verbindung von Arbeitswelt, sozialer Gerechtigkeit und Vielfalt sichtbar machen kann.
Der Abend war dabei kein Treffen mit fertigem Maßnahmenplan, sondern ein Auftakt. Im Mittelpunkt standen Kennenlernen, Austausch und die Frage, wie gegenseitige Unterstützung konkret aussehen kann. Gerade das machte den Abend wertvoll: Es entstand ein Raum, in dem Ideen gesammelt, Kontakte geknüpft und gemeinsame Perspektiven entwickelt werden konnten.
Ein Anfang mit viel Potenzial
Das erste queere Vernetzungstreffen in Ingolstadt hat gezeigt, wie groß der Bedarf und zugleich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Region 10 sind. Viele Menschen setzen sich bereits für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichstellung ein – oft an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Schwerpunkten. Wenn diese Arbeit stärker miteinander verbunden wird, kann daraus ein tragfähiges Netzwerk wachsen.
Für Queer Pfaffenhofen war der Abend ein ermutigendes Signal. Queere Sichtbarkeit entsteht nicht nur durch einzelne Veranstaltungen, sondern auch durch verlässliche Kontakte, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Das Treffen im Tagtraum war dafür ein wichtiger erster Schritt – und hoffentlich der Beginn einer langfristigen, solidarischen Zusammenarbeit in der gesamten Region 10.
Impressionen vom Vernetzungstreffen
Queer networking meeting in Ingolstadt: Achieving more together
A first exchange for Region 10
On 22 April, a first queer networking meeting for organisations, initiatives and committed individuals from what is known as Region 10 took place at Tagtraum in Ingolstadt. The Ingolstadt region includes the city of Ingolstadt as well as the districts of Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen and Pfaffenhofen a.d.Ilm. The meeting therefore had a deliberately regional perspective: it was not only about individual towns, but about how queer visibility, support and cooperation can be strengthened across the whole region.
The invitation came from Peter Hengl, spokesperson for the newly founded Queer working group of ver.di in the Ingolstadt region. In his invitation, he described the aim of getting to know one another, listening, learning from each other and exploring what could be created together. This open and respectful approach also shaped the evening itself.
Many perspectives at one table
In addition to ver.di-queer, participants included Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 and further initiatives, groups and committed individuals. This mix already showed how diverse queer engagement in Region 10 is: it ranges from counselling, community work and peer support to culture, workplace networks and trade union representation.
At the same time, it became clear that not all queer organisations contacted had responded to the invitation yet. This makes it all the more important to keep the network open: further groups and initiatives from Region 10 are warmly invited to get involved and help shape the exchange in the future.
For Queer Pfaffenhofen, the meeting was an important opportunity to deepen contacts beyond district boundaries and discover new points of connection. Networking is especially valuable in more rural areas and smaller cities. Many offers are created on a voluntary basis, with great personal commitment and close to the needs of the community. When these experiences come together, they can lead to new ideas, stronger structures and greater visibility.
Queer issues in working life, everyday life and public space
One focus of the meeting was the question of how LGBTQIA+ people can be better supported in working and professional life. ver.di-queer wants to make queer concerns in the workplace more visible and support people affected by challenges or discrimination. The discussion made one thing clear: queer visibility does not stop at the office door, in companies or in public administration. It also concerns everyday life, culture, education, associations and public space.
The exchange therefore also addressed the topics that currently matter to the different groups. What experiences do queer people have in the region? Where are safe spaces, accessible information or contact points still missing? Where are there already good examples? And where can organisations support one another instead of working in parallel? The meeting created space to address these questions openly, without the pressure to produce immediate answers.
IDAHOBIT and 1 May as shared starting points
Possible shared occasions discussed included IDAHOBIT on 17 May, the International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, as well as 1 May, Labour Day. Both dates show how closely queer visibility, social participation and solidarity are connected. IDAHOBIT sends a clear message against discrimination, while 1 May can highlight the connection between working life, social justice and diversity.
The evening was not a meeting with a finished action plan. It was a starting point. The focus was on getting to know one another, exchanging experiences and asking how mutual support could look in practice. That is exactly what made the evening valuable: it created a space for ideas, contacts and shared perspectives to grow.
A beginning with strong potential
The first queer networking meeting in Ingolstadt showed both the need and the willingness to cooperate across Region 10. Many people are already working for diversity, acceptance and equality – often in different places and with different priorities. If this work becomes more connected, a resilient regional network can grow from it.
For Queer Pfaffenhofen, the evening was an encouraging sign. Queer visibility is not created only through individual events, but also through reliable contacts, trust and a shared willingness to take responsibility. The meeting at Tagtraum was an important first step – and hopefully the beginning of long-term, solidary cooperation throughout Region 10.
Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus 2026 in Pfaffenhofen haben wir von Queer Pfaffenhofen e.V. mit dem Café der Begegnung am 28. März einen Ort geschaffen, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen konnten.
Ein Raum für offene Gespräche
Als Teil des Pfaffenhofener Programms der Wochen gegen Rassismus setzte die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein respektvolles, solidarisches Miteinander.
Im Pfarrsaal der katholischen Kirche kamen viele Besucher*innen bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch. Wir legten Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen aus und informierten mit Roll-Ups über Rassismus in der queeren Community sowie über Mehrfachdiskriminierung.
Unser Ziel war es, Wissen zugänglich zu machen, unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden zu lassen und einen offenen Austausch zu ermöglichen. Die vielen Gespräche, Begegnungen und Rückmeldungen haben uns gezeigt, wie wichtig solche Orte sind. Gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung und Diskriminierung viele Menschen belasten, braucht es Räume, in denen Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt spürbar werden.
Musik, Beratung und Selbststärkung
Eine besonders berührende Atmosphäre entstand durch die Musik von Schmidtanand. Auch die Informationsstände von Ihr Lichtblick und dem Kampfgeist Dojo Scheyern bereicherten den Nachmittag mit wichtigen Impulsen zu Unterstützung, Empowerment und einem respektvollen Miteinander.
Schmidtanand
Schmidtanand verbindet bairische Liedermacherkunst mit modernen Grooves, Haltung und viel Gefühl. Von leisen, nachdenklichen Momenten bis zu mitreißenden Klängen sorgte die Band beim Café der Begegnung für echte Gänsehautmomente.
Ihr Lichtblick steht für psychologische Beratung, Lebensberatung und ein wertschätzendes Gegenüber in herausfordernden Lebenssituationen. Diana Fuchs-Schlamp begleitet Menschen dabei, neue Perspektiven und eigene Lösungswege zu entwickeln.
Das Kampfgeist Dojo vermittelt praxisnahe Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Handlungssicherheit. Im Mittelpunkt stehen klare Grenzen, Aufmerksamkeit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – besonders für Kinder, Jugendliche, Frauen und vulnerable Gruppen.
Ein Social-Media-Beitrag einer Teilnehmerin hat die besondere Stimmung dieses Tages wunderschön zusammengefasst:
„Kein Platz für Rassismus – aber unendlich viel Raum für Herzensmomente.
Das Café der Begegnung im Rahmen der Wochen gegen Rassismus war nicht einfach nur eine Veranstaltung – es war ein Gefühl.
Ein Raum, in dem Menschen zusammenkamen, sich begegneten, zuhörten und gemeinsam lachten. Bei Kaffee und Kuchen, bei Musik und tiefen Gesprächen ist die Zeit wie im Nu verflogen.
So viel Offenheit, so viel Respekt und so viel echtes Miteinander. Schmidtanand haben mit ihrer Musik für Gänsehautmomente gesorgt.
Wir brauchen solche Orte. Mehr denn je.
Gemeinsam sind wir laut gegen Rassismus – und noch lauter für Vielfalt, Liebe und Zusammenhalt.“
Für uns bleibt dieser Nachmittag ein starkes Zeichen dafür, was Begegnung bewirken kann: Menschen hören einander zu, lernen voneinander und erleben, dass Vielfalt unsere Gemeinschaft bereichert. Danke an alle, die diesen besonderen Tag mit uns gestaltet und geteilt haben.
Rückblick: „Mehr Glitzer, weniger Gestern!“ – Queer Pfaffenhofen zu Gast in München
Am Montag, den 09.02.2026, folgten wir der Einladung ins Lost Weekend Munich. Unter dem motivierenden Motto „Mehr Glitzer, weniger Gestern!“ stand der Abend ganz im Zeichen der kommenden Bürgermeister- und Stadtratswahl in der Landeshauptstadt – und wir waren mittendrin.
Für uns als Queer Pfaffenhofen e.V. war es eine großartige Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen hinaus zu vernetzen, mit engagierten queeren Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft zu setzen.
Es war ein Abend voller Energie, Inspiration und starker politischer Zeichen. Dass mit Claudia Roth eine der bedeutendsten Stimmen für Menschenrechte und queere Sichtbarkeit vor Ort war, verlieh der Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung. Für uns als Queer Pfaffenhofen e.V. bot dieser Termin die perfekte Gelegenheit, uns über die Stadtgrenzen hinaus zu vernetzen, mit engagierten queeren Politiker*innen ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, dass wir gemeinsam für eine offene Gesellschaft einstehen.
Vernetzung und Unterstützung über die Grenzen hinweg
Ein zentrales Thema des Abends war natürlich die Zukunft Münchens. Wir hatten die Freude, uns intensiv mit Dominik Krause, dem Zweiten Bürgermeister von München, auszutauschen. Auch wenn wir als Pfaffenhofener Verein in München nicht stimmberechtigt sind, genießt Dominik unsere volle moralische Unterstützung. Sein authentischer Einsatz für die Community macht ihn für uns schon jetzt zum „Bürgaymeister der Herzen“ – wir drücken ihm für den weiteren Wahlkampf fest die Daumen!
Ebenso herzlich bedanken wir uns bei der fantastischen Vicky Voyage, die den Abend mit ihren scharfsinnigen Texten und einer Show der Extraklasse veredelt hat. Solche kulturellen Beiträge sind essenziell, um queere Themen mit Witz und Tiefgang in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.
Besonders gefreut haben wir uns zudem über die wertschätzenden Worte von Florian Siekmann zu unserer Arbeit in Pfaffenhofen. Wir nutzten die Bühne direkt, um die Werbetrommel für unseren nächsten großen Termin zu rühren: Markiert euch den 22.08.2026 fett im Kalender – wir freuen uns auf euch beim CSD in Pfaffenhofen!
Claudia Roth: Eine Kämpferin mit Herz, Verstand und Geschichte
Claudia Roth ist weit mehr als eine Politikerin – sie ist eine Institution für die Menschenrechte und ein unermüdliches Vorbild für die queere Community weltweit. Ihr Weg begann jedoch nicht im Parlament, sondern in der bayerischen und Berliner Kulturszene.
Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaften arbeitete sie als Dramaturgin, bevor sie als Managerin der legendären Polit-Rockband Ton Steine Scherben um Rio Reiser Musikgeschichte schrieb. Diese Zeit prägte ihr tiefes Verständnis von Freiheit, unangepasster Kunst und dem mutigen Kampf gegen gesellschaftliche Ausgrenzung. In ihrer politischen Laufbahn leistete sie wahre Pionierarbeit: Seit ihrem Eintritt bei den Grünen im Jahr 1987 hat sie queere Rechte konsequent in das Zentrum der Demokratiedebatte gerückt. Als langjährige Bundesvorsitzende der Grünen, Vizepräsidentin des Bundestages und heute als Staatsministerin für Kultur und Medien gibt sie der Community eine weithin sichtbare Stimme. Claudia Roth steht für eine Politik der Empathie und zeigt auch bei heftigem Gegenwind klare Kante gegen Diskriminierung. Ihr ehrlicher Einsatz inspiriert uns in unserer täglichen Vereinsarbeit in Pfaffenhofen jeden Tag aufs Neue.
Florian Siekmann: Starke Stimme für ein queeres Bayern
Mit Florian Siekmann durften wir einen Politiker erleben, der als Abgeordneter im Bayerischen Landtag eine neue, engagierte Generation repräsentiert. Florian setzt sich unermüdlich dafür ein, dass die Anliegen der Community nicht nur in den großen Metropolen wie München Gehör finden, sondern in ganz Bayern ankommen.
Sein politischer Fokus liegt dabei besonders auf der parlamentarischen Verankerung von Queer-Politik und der Förderung von Beratungs- und Schutzstrukturen im ländlichen Raum. Er ist eine der treibenden Kräfte hinter dem bayerischen Aktionsplan „Queeres Bayern“ und kämpft leidenschaftlich für mehr Sicherheit und Sichtbarkeit. Für uns als regionalen Verein ist Florian ein wichtiger Verbündeter, da er die Brücke zwischen der großen Landespolitik und der wertvollen Basisarbeit vor Ort schlägt. Sein Besuch bei unserer Veranstaltung und sein Support für den CSD in Pfaffenhofen zeigen deutlich: Wir kämpfen gemeinsam für ein Bayern, in dem jeder Mensch sicher und willkommen ist.
Vicky Voyage & Dominik Krause: Glanz und Engagement für München
Abgerundet wurde der Abend durch die fantastische Vicky Voyage, die mit ihrer erstklassigen Show bewiesen hat, dass Unterhaltung und politische Botschaften perfekt Hand in Hand gehen können. Ihre Texte sind nicht nur unterhaltsam, sondern ein wichtiges Werkzeug für die Sichtbarkeit queerer Kultur.
Ebenso beeindruckt hat uns Dominik Krause, der als Zweiter Bürgermeister von München zeigt, wie moderne, offene Stadtpolitik aussehen kann. Auch wenn wir ihn von Pfaffenhofen aus nicht direkt wählen können, ist sein Einsatz für die Landeshauptstadt ein Signal, das weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Dominik verkörpert eine Politik, die nah an den Menschen ist und den Mut hat, neue Wege zu gehen – für uns ist er deshalb ganz klar der „Bürgaymeister der Herzen“.
Fazit des Abends: Der Abend hat gezeigt: Demokraten stehen zusammen! Wir nehmen viel Energie und neue Kontakte mit zurück in die Heimat und freuen uns darauf, den „Glitzer“ in unseren Alltag und die kommende politische Arbeit zu tragen.
Rückblick: Die LGBTIQ+ Beratungsstelle Oberbayern stellt sich in Pfaffenhofen vor
Ein starkes Zeichen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in unserer Region: Kürzlich war die LGBTIQ+ Beratungsstelle Oberbayern der Caritas in Pfaffenhofen zu Gast, um sich und ihre wertvolle Arbeit zu präsentieren. Auch wir von Queer Pfaffenhofen waren vor Ort mit dabei und freuen uns über den gelungenen Austausch!
Der sehr informative, zweistündige Vortrag war erfreulich gut besucht. In offener Atmosphäre konnten jederzeit aufkommende Fragen gestellt und direkt beantwortet werden. In den Pausen gab es zudem ausreichend Gelegenheit, sich auszutauschen und an verschiedenen Info-Tischen kostenloses Material von diversen Beratungsstellen anzuschauen und für zu Hause mitzunehmen.
Was bietet die LGBTIQ+ Beratungsstelle Oberbayern?
Als hauptamtliche Anlaufstelle für den gesamten Bezirk Oberbayern (außerhalb Münchens und Orten, die bereits über eigene Angebote verfügen) bietet die Einrichtung psychosoziale Beratung und Vernetzung im Kontext sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an.
Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an queere Menschen selbst, sondern auch an Personen, die sich bezüglich ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität noch unsicher sind und sich auf der Suche befinden. Ebenso kann sich das soziale Umfeld (Angehörige, Freund*innen) sowie Fachpersonal bei Fragen an die Stelle wenden.
Zusätzlich zur Beratung initiiert die Stelle regelmäßig einen Runden Tisch, um Organisationen, Vereine und engagierte Einzelpersonen aus der LGBTIQ+-Community in Oberbayern besser zu vernetzen.
Niederschwellig, sicher und kostenfrei
Die Grundsätze der Beratungsstelle sind klar definiert: Jede*r ist herzlich willkommen – völlig unabhängig von Geschlecht, Alter (ab 18 Jahren), Herkunft, Kultur, Nationalität, Religion, Behinderung oder sexueller und geschlechtlicher Identität.
Kostenfrei & Anonym: Die Beratung kostet kein Geld und kann auf Wunsch komplett anonym erfolgen.
Vertraulich: Die beratende Person (Anna Kohlhund, B.A. Sozialpädagogin) unterliegt grundsätzlich der Schweigepflicht.
Wie und wo findet die Beratung statt?
Der Hauptsitz der Beratungsstelle ist in Garmisch-Partenkirchen. Um das Angebot für alle gut erreichbar zu machen, gibt es verschiedene Wege für eine Beratung:
Online-Beratung: Ganz bequem und sicher per Video-Call über die Online-Plattform des Caritasverbandes.
Präsenz-Beratung in Pfaffenhofen: Auf vorherige Anfrage und bei Bedarf kommt die Beratungsstelle für persönliche Gespräche auch direkt zu uns nach Pfaffenhofen an der Ilm!
Kontakt und weitere Informationen
Wer Rat sucht oder sich vernetzen möchte, kann sich direkt an die Beratungsstelle wenden:
Und natürlich sind auch wir von Queer Pfaffenhofen jederzeit gerne für euch da! Schreibt uns einfach unter: kontakt@queerpaf.de
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