Vielfalt verstehen
Vielfalt hat viele Namen – ein Wegweiser.
Begriffe können Orientierung geben, ohne Menschen in Schubladen zu stecken. Hier findest du zentrale Begriffe zu Identität, Orientierung, Sprache und Beziehungen – kurz erklärt und mit Raum für unterschiedliche Erfahrungen.
Auf einen Blick
Vier Ebenen, die oft verwechselt werden
Manche Begriffe beschreiben, wer du bist. Andere beschreiben, zu wem du dich hingezogen fühlst – oder körperliche Merkmale. Diese Ebenen können zusammenwirken, meinen aber nicht dasselbe.
Wer bin ich?
Geschlechtsidentität beschreibt, welchem Geschlecht sich eine Person selbst zugehörig fühlt.
Wen begehre ich?
Sexuelle Orientierung beschreibt, zu welchen Personen sich jemand sexuell hingezogen fühlt.
Wen liebe ich?
Romantische Orientierung beschreibt, zu welchen Personen sich jemand emotional oder romantisch hingezogen fühlt.
Körperliche Vielfalt
Intergeschlechtlichkeit beschreibt natürliche körperliche Vielfalt. Sie ist nicht dasselbe wie Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung.
Wichtig: Nicht jede Person nutzt für sich ein Label. Begriffe können helfen, müssen aber nie festlegen, wer jemand ist.
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Noch mehr wissen?
Die Website ist der schnelle Einstieg. Unser Magazin „LGBTQIA+ Begriffe einfach erklärt“ geht tiefer und verbindet Begriffe mit Sprache, Beziehungen, Coming-out, Community, Flaggen und Mythen.
LGBTQIA+ Begriffe einfach erklärt
Für queere Menschen, Freund*innen, Familien und alle, die ohne Fachsprache verstehen möchten, worum es geht. Das Heft erklärt zentrale Begriffe und zeigt, wie Identität, Orientierung, Sprache und Community zusammenhängen.
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Grundbegriffe
Was bedeutet eigentlich …?
Drei Begriffe tauchen besonders häufig auf. Sie schaffen Orientierung, ohne Menschen in feste Schubladen zu stecken.
LGBTQIA+
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LGBTQIA+ ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Formen körperlicher Vielfalt. Das Plus zeigt: Die Liste ist offen und nicht vollständig. Entscheidend sind Respekt, Zuhören und die Selbstbestimmung jeder Person.
Gender
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Gender beschreibt das soziale und empfundene Geschlecht. Es geht nicht nur um Körpermerkmale, sondern auch darum, wie eine Person sich selbst wahrnimmt und erlebt. Im Englischen wird zwischen gender und sex unterschieden.
Queer
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Queer ist eine Selbst- und Sammelbezeichnung für Menschen, die sich außerhalb heteronormativer oder binärer Geschlechternormen verorten. Das Wort wurde früher abwertend benutzt und von Teilen der Community positiv zurückgewonnen. Nicht jede queere Person nutzt den Begriff für sich.
Geschlechtsidentität
Wer bin ich?
Geschlechtsidentität beschreibt, welchem Geschlecht sich eine Person selbst zugehörig fühlt. Dieses innere Empfinden ist unabhängig von Körpermerkmalen, amtlichen Einträgen oder davon, wie andere Menschen sie wahrnehmen.
Agender
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Bigender
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Genderfluid
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Nicht-binär
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Trans*
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Cis / cisgeschlechtlich
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Körperliche Vielfalt
Inter* ist keine Geschlechtsidentität
Intergeschlechtlichkeit beschreibt körperliche Merkmale – etwa Chromosomen, Hormone oder Genitalien –, die nicht eindeutig in medizinische Kategorien „männlich“ oder „weiblich“ passen. Sie sagt für sich genommen nichts über Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung aus.
Inter* / intergeschlechtlich
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Inter* Menschen werden mit körperlichen Merkmalen geboren, die nicht eindeutig in die medizinischen Kategorien „männlich“ oder „weiblich“ passen. Inter* ist eine Form natürlicher körperlicher Vielfalt.
Wichtig: Eine inter* Person kann jede Geschlechtsidentität und jede sexuelle oder romantische Orientierung haben.
Sexuelle Orientierung
Wen begehre ich?
Sexuelle Orientierung beschreibt, zu welchen Personen sich jemand sexuell hingezogen fühlt. Manche Begriffe sind vielen vertraut, andere werden seltener genannt. Keine Orientierung sagt etwas über den Wert eines Menschen aus.
Abrosexuell
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Asexuell
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Bisexuell
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Demisexuell
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Greysexuell
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Lesbisch
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Pansexuell
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Polysexuell
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Schwul
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Romantische Orientierung
Wen liebe ich?
Romantische Orientierung beschreibt, zu welchen Personen sich jemand emotional oder romantisch hingezogen fühlt. Sie ist nicht dasselbe wie sexuelle Orientierung und kann unabhängig davon erlebt werden.
Aromantisch
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Biromantisch
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Panromantisch
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Sprache & Pronomen
Sprache schafft Sichtbarkeit
Respektvolle Ansprache beginnt damit, Namen, Pronomen und Selbstbezeichnungen ernst zu nehmen. Kleine Veränderungen im Alltag können für andere einen großen Unterschied machen.
Gendergerechte Sprache
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Pronomen
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Nachfragen & Fehler
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Beziehungen & Nähe
Wie Menschen Verbundenheit leben
Beziehungsformen beschreiben, wie Menschen Nähe, Verbindlichkeit und Partnerschaft gestalten. Sie sind nicht dasselbe wie sexuelle oder romantische Orientierung.
Offene Beziehungen
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Polyamorie
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Queer-Platonic Relationship (QPR)
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Beziehungsanarchie
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Coming-out
Dein Weg, dein Tempo
Ein Coming-out kann befreiend sein und gleichzeitig herausfordernd. Es gibt keinen perfekten Weg – und auch keine Pflicht, sich zu outen.
Für dich
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Wenn sich dir jemand anvertraut
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Vertiefung
Noch mehr verstehen
Die Website bleibt bewusst kompakt. Weitere Themen findest du ausführlicher im Magazin – mit Hintergründen, Beispielen und zusätzlichen Begriffen.
Community & Kultur
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Flaggen & Symbole
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Vorurteile & Mythen
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Orientierung
Begriffe dürfen helfen – nicht festlegen
Ein Label kann hilfreich sein, muss aber nie verwendet werden. Selbstbezeichnungen sind persönlich und wichtiger als äußere Zuschreibungen. Wenn du Fragen hast oder Austausch suchst, musst du damit nicht allein bleiben.