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27 Juli 2026

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Rund 4.000 Menschen kamen am 27. Juli 2026 auf dem Münchner Marienplatz zusammen, um der Opfer des Anschlags im Umfeld des Berliner Christopher Street Days zu gedenken. Unter ihnen waren auch Mitglieder von Queer Pfaffenhofen e.V.

München trauert mit Berlin

Am Abend des 25. Juli wurden im Umfeld des Berliner CSD Menschen mit einem Fahrzeug angefahren und mit Stichwaffen verletzt. Ein Mensch wurde getötet, zahlreiche weitere wurden verletzt. Der Anschlag galt nicht nur den Menschen, die an diesem Abend friedlich für Sichtbarkeit, Freiheit und gleiche Rechte zusammengekommen waren. Er war ein Angriff auf die queere Community und auf eine offene, vielfältige Gesellschaft.

Zwei Tage später setzte München ein starkes Zeichen der Anteilnahme. Auf dem Marienplatz versammelten sich rund 4.000 Menschen zu einer gemeinsamen Mahnwache – still in der Trauer und zugleich entschlossen in ihrer Solidarität mit Berlin.

„Das hätte auch unser CSD sein können.“

„Heute geht es nicht um große Worte, es geht um Mitgefühl.“

Alexander Kluge, Geschäftsführer des CSD München

Mitgefühl statt Instrumentalisierung

Mona Fuchs, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, wandte sich deutlich gegen diejenigen, die den Anschlag unmittelbar danach für ihre eigenen politischen Ziele nutzen wollten.

„Das ist nicht Solidarität, das ist politische Instrumentalisierung.“

„Wo Islamismus zu bekämpfen sei, gelte es auch Rechtsextremismus zu bekämpfen.“

Mona Fuchs, Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München

Nach einer Schweige- und Gedenkminute fand sie Worte, die weit über diesen Abend hinausreichen:

„Die Antwort auf diesen Anschlag darf niemals Angst sein.“

Mona Fuchs

Blumen, Kerzen und Botschaften gegen den Hass

Im Anschluss legten die Teilnehmenden Blumen, Kerzen und persönliche Botschaften nieder. So entstand mitten auf dem Marienplatz ein farbenfroher Ort des Erinnerns – für Vielfalt und Liebe, gegen Hass und Gewalt.

Auch Mitglieder von Queer Pfaffenhofen e.V. waren bei der Mahnwache dabei. Denn was in Berlin geschehen ist, betrifft uns alle. Unsere Gedanken sind bei der getöteten Person, bei den Verletzten, ihren Angehörigen und Freund*innen sowie bei allen, die den Anschlag miterleben mussten.

Wir bleiben laut. Liebe bleibt bunt.

Impressionen von der Mahnwache

Fotos: Claudio Mollo

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