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Mitgliederversammlung 2026

Ein Tag des Austauschs und der Gemeinschaft

Am 31. Mai fand die dritte ordentliche Mitgliederversammlung von Queer Pfaffenhofen e.V. statt. Ab 13:00 Uhr kamen 22 Mitglieder im Pfarrsaal St. Johannes in Pfaffenhofen zusammen, um gemeinsam auf das vergangene Vereinsjahr zurückzublicken, wichtige Beschlüsse zu fassen und über die weitere Entwicklung des Vereins zu sprechen.

Der Tag war geprägt von offenem Austausch, gegenseitiger Wertschätzung und dem spürbaren Willen, queere Sichtbarkeit in Pfaffenhofen und der Region weiter zu stärken. Auch der passende Rahmen trug zur positiven Stimmung bei: Bei Häppchen und Getränken blieb viel Raum für Gespräche, Begegnungen und persönliche Rückmeldungen.

Norbert eröffnete die Versammlung in seiner Funktion als vorsitzende Person und übernahm die Versammlungsleitung. Nach der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit stellte Claudio die Tagesordnung vor. Diese wurde von den teilnehmenden Mitgliedern einstimmig angenommen.

Schon zu Beginn wurde deutlich: Die Mitgliederversammlung war nicht nur ein formaler Termin, sondern ein Ort, an dem Engagement, Verantwortung und Gemeinschaft zusammenkamen.

Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr

Der Bericht des Vorstands zeigte, wie vielfältig Queer Pfaffenhofen im Jahr 2025 aktiv war. Dazu gehörten unter anderem der monatliche QueerTreff im Müllerbräu, die regelmäßigen CineQueer-Filmnächte in der VHS und die Teilnahme am Pfaffenhofener Lichtermeer.

Weitere Schwerpunkte waren Aktionen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus, die Fotokunstausstellung „Max ist Marie“, Infostände bei den Dultsonntagen und beim Pink Monday in Ingolstadt sowie der zweite CSD Pfaffenhofen mit der ersten Pride Week.

Diese Aktivitäten zeigen, wie breit die Vereinsarbeit inzwischen aufgestellt ist: von Begegnung und Kultur über politische Sichtbarkeit bis hin zu konkreter Unterstützung und Vernetzung.

Vertrauen in die Arbeit des Vorstands

Auch der Finanzbericht und die Kassenprüfung waren Teil der Versammlung. Die Prüfung der Vereinskasse ergab keine Fehler oder Differenzen.

Nach der Aussprache zu den Berichten entlasteten die anwesenden Mitglieder den gesamten Vorstand einstimmig. Damit würdigten sie die geleistete Arbeit und sprachen dem Vorstand zugleich ihr Vertrauen für die weitere Vereinsarbeit aus.

Neue Verstärkung im Vorstandsteam

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Nachwahlen zum Vorstand. Diese waren notwendig geworden, nachdem Claudio und Pascal von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten waren.

Unter der Wahlleitung von Andreas stellten sich Thomas, Diana und Ines den anwesenden Mitgliedern vor. Anschließend wurden alle drei in geheimer Wahl gewählt und nahmen ihre Wahl an.

Queer Pfaffenhofen begrüßt damit Diana, Ines und Thomas neu im Vorstandsteam. Andreas und Norbert engagieren sich weiterhin im Vorstand. Gemeinsam steht das Team für Kontinuität, neue Impulse und die Bereitschaft, Verantwortung für die Community zu übernehmen.

Raum für Ideen und ehrliche Rückmeldungen

Besonders wertvoll war der offene Austausch unter den Mitgliedern. Fragen zu den Berichten wurden ausführlich beantwortet, Ideen gesammelt und Perspektiven für die kommenden Monate besprochen.

Mithilfe von Kärtchen konnten die Teilnehmenden festhalten, was sie persönlich aus der Mitgliederversammlung mitnehmen und was Menschen möglicherweise davon abhält, sich im Verein zu engagieren. So wurden nicht nur Erfolge sichtbar, sondern auch Hürden benannt, an denen der Verein weiterarbeiten kann.

Blick nach vorn: Begegnung, Projekte und Sichtbarkeit

Auch für 2026 hat Queer Pfaffenhofen viel vor. Weitergeführt werden unter anderem der monatliche QueerTreff im Müllerbräu, die CineQueer-Filmnächte in der VHS und die Infostände bei den Dultsonntagen.

Darüber hinaus stehen Beteiligungen an den Wochen gegen Rassismus, der Internationalen Nacht, den langen Nächten der Kunst und Musik, dem Fest der Demokratie und dem Volksfest-Auszug der Vereine auf dem Programm.

Auch die Teilnahme am ersten CSD Freising, ein weiterentwickeltes QueerForum sowie der CSD Pfaffenhofen am 22. August mit der dazugehörigen Pride Week gehören zu den Vorhaben, mit denen die queere Sichtbarkeit in der Region weiter gestärkt werden soll.

Gemeinsam eine vielfältige Zukunft gestalten

Die dritte ordentliche Mitgliederversammlung zeigte eindrucksvoll, was Queer Pfaffenhofen ausmacht: Menschen, die sich mit Zeit, Energie, Leidenschaft und Haltung einbringen.

Ein teilnehmendes Mitglied brachte die Stimmung des Tages besonders treffend auf den Punkt: Beeindruckend seien vor allem das Engagement, das Herzblut, der Zusammenhalt und die Gemeinschaft innerhalb des Vereins. Der inspirierende Austausch, die vielen Ideen für die Zukunft und der unermüdliche Einsatz für Vielfalt, Sichtbarkeit und Akzeptanz machten Mut und zeigten, wie wichtig solche Initiativen für unsere Gesellschaft sind.

Gemeinsam gestalten die Mitglieder eine offene, respektvolle und vielfältige Zukunft – mit weiteren Projekten, wertvollen Begegnungen und vielen Momenten, die Mut machen.

Impressionen von der Mitgliederversammlung

Café der Begegnung 2026 in Pfaffenhofen – gemeinsam gegen Rassismus

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus 2026 in Pfaffenhofen haben wir von Queer Pfaffenhofen e.V. mit dem Café der Begegnung am 28. März einen Ort geschaffen, an dem Menschen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen konnten.

Ein Raum für offene Gespräche

Als Teil des Pfaffenhofener Programms der Wochen gegen Rassismus setzte die Veranstaltung ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein respektvolles, solidarisches Miteinander.

Im Pfarrsaal der katholischen Kirche kamen viele Besucher*innen bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch. Wir legten Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen aus und informierten mit Roll-Ups über Rassismus in der queeren Community sowie über Mehrfachdiskriminierung.

Unser Ziel war es, Wissen zugänglich zu machen, unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden zu lassen und einen offenen Austausch zu ermöglichen. Die vielen Gespräche, Begegnungen und Rückmeldungen haben uns gezeigt, wie wichtig solche Orte sind. Gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung und Diskriminierung viele Menschen belasten, braucht es Räume, in denen Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt spürbar werden.

Musik, Beratung und Selbststärkung

Eine besonders berührende Atmosphäre entstand durch die Musik von Schmidtanand. Auch die Informationsstände von Ihr Lichtblick und dem Kampfgeist Dojo Scheyern bereicherten den Nachmittag mit wichtigen Impulsen zu Unterstützung, Empowerment und einem respektvollen Miteinander.

Schmidtanand

Schmidtanand verbindet bairische Liedermacherkunst mit modernen Grooves, Haltung und viel Gefühl. Von leisen, nachdenklichen Momenten bis zu mitreißenden Klängen sorgte die Band beim Café der Begegnung für echte Gänsehautmomente.

Schmidtanand kennenlernen

Ihr Lichtblick

Ihr Lichtblick steht für psychologische Beratung, Lebensberatung und ein wertschätzendes Gegenüber in herausfordernden Lebenssituationen. Diana Fuchs-Schlamp begleitet Menschen dabei, neue Perspektiven und eigene Lösungswege zu entwickeln.

Mehr über Ihr Lichtblick

Kampfgeist Dojo Scheyern

Das Kampfgeist Dojo vermittelt praxisnahe Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Handlungssicherheit. Im Mittelpunkt stehen klare Grenzen, Aufmerksamkeit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – besonders für Kinder, Jugendliche, Frauen und vulnerable Gruppen.

Zum Kampfgeist Dojo

Ein Tag, der in Erinnerung bleibt

Ein Social-Media-Beitrag einer Teilnehmerin hat die besondere Stimmung dieses Tages wunderschön zusammengefasst:

„Kein Platz für Rassismus – aber unendlich viel Raum für Herzensmomente.

Das Café der Begegnung im Rahmen der Wochen gegen Rassismus war nicht einfach nur eine Veranstaltung – es war ein Gefühl.

Ein Raum, in dem Menschen zusammenkamen, sich begegneten, zuhörten und gemeinsam lachten. Bei Kaffee und Kuchen, bei Musik und tiefen Gesprächen ist die Zeit wie im Nu verflogen.

So viel Offenheit, so viel Respekt und so viel echtes Miteinander. Schmidtanand haben mit ihrer Musik für Gänsehautmomente gesorgt.

Wir brauchen solche Orte. Mehr denn je.

Gemeinsam sind wir laut gegen Rassismus – und noch lauter für Vielfalt, Liebe und Zusammenhalt.“

Für uns bleibt dieser Nachmittag ein starkes Zeichen dafür, was Begegnung bewirken kann: Menschen hören einander zu, lernen voneinander und erleben, dass Vielfalt unsere Gemeinschaft bereichert. Danke an alle, die diesen besonderen Tag mit uns gestaltet und geteilt haben.

Mobile Infostände: Begegnung und Aufklärung

Drei Monate nach dem Abschluss der ersten Bürgerengagement-Runde trafen sich die LAG-Managerin Tina Schuler, Bürgermeister Wolfgang Hagl (1. stellvertretender Vorsitzender der LAG) und ein Teil der Vorstandschaft der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm e.V. mit den Maßnahmenträgern der zweiten Runde im Rentamtssaal des Landratsamts, um die Kleinprojekte vorzustellen.

Vier Ideen für den Landkreis

SVentura: Angebote für Trauernde

Den Anfang machte Peggy Füssel, die ihre Maßnahme „SVentura – Begegnungsangebote für Trauernde“ der von ihr gegründeten SVentura Trauerhilfe Selbsthilfegruppe als erstes eingereicht hatte. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ist wenig Platz für Trauer und den richtigen Umgang mit ihr. Vor allem für Menschen, die mitten im Leben stehen, beruflich eingebunden, familiär verantwortlich und im Alltag gefordert sind, fehlt oft das richtige Format. Hier setzt SVentura an. Es sind viele verschiedene Angebote geplant, die auf die Förderung seelischer Gesundheit, die Unterstützung von Menschen in akuten Krisen sowie die gesellschaftliche Aufklärung im Umgang mit Trauer ausgerichtet sind. Das vielfältige Angebot von Lesungen über Aromatherapie und Yoga bis hin zu verschiedenen Kreativworkshops soll die Menschen in ihrer Trauer abholen und begleiten.

Kiosk für den FC Schweitenkirchen

Mit Hilfe der Unterstützung Bürgerengagement wird der FC Schweitenkirchen 1946 e.V. am Sportplatz ein Kiosk mit Lager- und Unterstandsmöglichkeit errichten. So muss Vereinsmaterial nicht mehr privat gelagert werden und ist für die Vereinsmitglieder schneller und leichter zugänglich. „Insbesondere für Vereinsveranstaltungen, Jugendarbeit, Familienaktivitäten, das Ferienprogramm „Schweidino“ und öffentliche Anlässe wird der „Kiosk FC Schweitenkirchen“ dringend benötigt, um die Verpflegung sicherzustellen, Sitzgelegenheiten unterzustellen und Witterungsschutz zu bieten“, erklärt Herr Klostermann. Der Kiosk fördert somit nicht nur die Vereinskultur, sondern auch das Miteinander und die Lebensqualität vor Ort.

Radionauten: Medienkompetenz für Kinder

Die Kommunikations- und Medienkompetenz der Jugend möchten Josef Postel und Verena Zöllner mit dem Verein Bürgernetz Landkreis Pfaffenhofen e.V. stärken. Mit der Maßnahme „Radionauten – Medienkompetenz für Kinder zwischen 9 und 15 Jahre“ sollen spielerisch die Grundlagen journalistischer Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören unter anderem das Recherchieren von Beiträgen und das Führen von Interviews. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf den richtigen Umgang mit Medien, das Bewerten von Informationen und das kritische Hinterfragen der schon vielfach genutzten KI gelegt werden. In von den Kindern abgehaltenen Redaktionssitzungen werden Sendeplan und Arbeitsabläufe gemeinsam erarbeitet. Als absolutes Highlight soll das Erlernte unmittelbar im Radiostudio in Livesendungen umgesetzt werden.

Mobile Informations- und Begegnungsstände

Informieren möchte auch der Verein Queer Pfaffenhofen e.V. Zu diesem Zweck kann er nun mit Hilfe der LEADER-Förderung „Mobile Informations- und Begegnungsstände“ anschaffen und sein Angebot landkreisweit ausweiten. Durch die klar erkennbaren, professionell gestalteten Anlaufstellen sollen Hemmschwellen abgebaut und der Wiedererkennungswert gesteigert werden. Der Verein möchte über das Leben queerer Menschen informieren, Aufklärungsarbeit leisten und sich so für ein besseres, respektvolles Miteinander und eine Stärkung der Gemeinschaft einsetzen. Die Informations- und Begegnungsstände sollen neben der Informationsarbeit auch für Mitmachaktionen, Dialogformate und persönliche Gespräche bei etablierten Veranstaltungen im Landkreis verwendet werden.

Förderung für gelebtes Bürgerengagement

Die Maßnahmen erhalten jeweils eine Unterstützung in Höhe von 90 % der eingereichten Nettokosten, maximal jedoch bis zu 5.000 €. Mit der Umsetzung dieser Kleinprojekte wird das Bürgerengagement-Budget für die aktuelle Förderperiode aufgebraucht.

„Das Schöne am LEADER-Projekt ‚Unterstützung Bürgerengagement‘ ist die Vielfalt der Projekte und das Brennen der Maßnahmenträger für ihre Idee. Die Begeisterung der Akteure ist wie immer ansteckend!“

Tina Schuler, LAG-Managerin

Daher freut sie sich schon auf das Abschlusstreffen in einem Jahr, wenn alle Maßnahmenträger mit Bildern berichten, wie es ihnen ergangen ist.

Gemeinsamer Startschuss

Hier wird Bürgerengagement sichtbar und ansteckend. LAG-Managerin Tina Schuler (vorne links), LAG-Assistentin Ramona Müller (daneben) und die anwesenden LAG-Vorstandschaftsmitglieder freuen sich mit den Maßnahmenträgern über den Startschuss der neuen Bürgerengagement-Runde. (Bildquelle: Annegret Lange, LAG Pfaffenhofen)
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