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Schlagwort: Queer Pfaffenhofen

Mitgliederversammlung von Queer Pfaffenhofen: Neue Vorstandsmitglieder und viele Ideen

Ein Tag des Austauschs und der Gemeinschaft

Am 31. Mai fand die dritte ordentliche Mitgliederversammlung von Queer Pfaffenhofen e.V. statt. Ab 13:00 Uhr kamen 22 Mitglieder im Pfarrsaal St. Johannes in Pfaffenhofen zusammen, um gemeinsam auf das vergangene Vereinsjahr zu blicken, wichtige Beschlüsse zu fassen und miteinander über die weitere Entwicklung des Vereins zu sprechen. Der Tag war geprägt von offenem Austausch, gegenseitiger Wertschätzung und dem spürbaren Willen, queere Sichtbarkeit in Pfaffenhofen und der Region weiter zu stärken. Auch der Rahmen trug zur positiven Stimmung bei: Bei Häppchen und Getränken blieb Raum für Gespräche, Begegnung und persönliche Rückmeldungen.

Die Versammlung wurde von Norbert als vorsitzender Person und Versammlungsleitung eröffnet. Nach der Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung und der Beschlussfähigkeit stellte Claudio die Tagesordnung vor, die von den teilnehmenden Mitgliedern einstimmig angenommen wurde. Schon zu Beginn wurde deutlich: Die Mitgliederversammlung war nicht nur ein formaler Termin, sondern ein Ort, an dem Engagement, Verantwortung und Gemeinschaft zusammenkamen.

Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr

Im Bericht des Vorstands wurde sichtbar, wie vielfältig Queer Pfaffenhofen im Jahr 2025 aktiv war. Dazu gehörten unter anderem der monatliche QueerTreff im Müllerbräu, die regelmäßige CineQueer-Filmnacht in der VHS, die Teilnahme am Pfaffenhofener Lichtermeer, Aktionen im Rahmen der Wochen gegen Rassismus, die Fotokunstausstellung „Max ist Marie“, Infostände bei Dultsonntagen und beim Pink Monday in Ingolstadt sowie der zweite CSD Pfaffenhofen mit der ersten Pride Week. Diese Aktivitäten zeigen, wie breit die Vereinsarbeit inzwischen aufgestellt ist: von Begegnung und Kultur über politische Sichtbarkeit bis hin zu konkreter Unterstützung und Vernetzung.

Auch der Finanzbericht und die Kassenprüfung waren Teil der Versammlung. Die Kassenprüfung ergab keine Fehler oder Differenzen. Nach der Aussprache zu den Berichten wurde der gesamte Vorstand von den anwesenden Mitgliedern einstimmig entlastet. Damit wurde nicht nur die geleistete Arbeit anerkannt, sondern auch das Vertrauen in die weitere Arbeit des Vorstands gestärkt.

Neue Unterstützung im Vorstandsgremium

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt waren die Nachwahlen in das Vorstandsgremium. Sie waren notwendig geworden, nachdem Claudio und Pascal von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten waren. Unter der Wahlleitung von Andreas stellten sich Thomas, Diana und Ines den anwesenden Mitgliedern vor. Im Anschluss wurden alle drei in geheimer Wahl gewählt und nahmen die Wahl an. Damit begrüßt Queer Pfaffenhofen Diana, Ines und Thomas neu im Vorstandsteam. Weiterhin im Vorstand engagieren sich Andreas und Norbert. Gemeinsam steht das Team für Kontinuität, neue Impulse und die Bereitschaft, Verantwortung für die Community zu übernehmen.

Besonders wertvoll war an diesem Tag der offene Austausch unter den Mitgliedern. Fragen zu den Berichten wurden ausführlich beantwortet, Ideen gesammelt und Perspektiven für die nächsten Monate besprochen. Mit Kärtchen konnten die Teilnehmenden festhalten, was sie persönlich aus der Mitgliederversammlung mitnehmen und was Menschen möglicherweise davon abhält, sich im Verein zu engagieren. So wurden nicht nur Erfolge sichtbar, sondern auch Hürden benannt, an denen der Verein weiterarbeiten kann.

Blick nach vorn: Projekte, Begegnungen und Sichtbarkeit

Auch für 2026 hat Queer Pfaffenhofen viel vor. Geplant sind weiterhin der monatliche QueerTreff im Müllerbräu, die CineQueer-Filmnächte in der VHS, Infostände bei den Dultsonntagen, die Teilnahme an den Wochen gegen Rassismus, an der Internationalen Nacht, an den langen Nächten der Kunst und Musik, am Fest der Demokratie sowie am Volksfest-Auszug der Vereine. Auch der erste CSD Freising, ein weiterentwickeltes QueerForum und der CSD Pfaffenhofen am 22. August mit Pride Week gehören zu den Vorhaben, die die queere Sichtbarkeit in der Region weiter stärken sollen.

Die dritte ordentliche Mitgliederversammlung zeigte eindrucksvoll, was Queer Pfaffenhofen ausmacht: Menschen, die sich mit Zeit, Energie, Leidenschaft und Haltung einbringen. Ein teilnehmendes Mitglied brachte diese Stimmung besonders schön auf den Punkt: Beeindruckend seien vor allem das Engagement, das Herzblut, der Zusammenhalt und die Gemeinschaft in der Vereinsarbeit gewesen. Der inspirierende Austausch, die vielen Ideen für die Zukunft und der unermüdliche Einsatz für Vielfalt, Sichtbarkeit und Akzeptanz machten Mut und zeigten, wie wichtig solche Initiativen für unsere Gesellschaft sind. Gemeinsam gestalten die Mitglieder eine offene, respektvolle, vielfältige und bunte Zukunft – mit vielen weiteren Projekten, Begegnungen und Momenten, die Mut machen.

A day of dialogue and community

On 31 May, Queer Pfaffenhofen e.V. held its third ordinary general assembly. Starting at 1:00 p.m., 22 members gathered at the St. Johannes parish hall in Pfaffenhofen to look back on the past year, make important decisions and discuss the association’s next steps. The day was shaped by open dialogue, mutual appreciation and a shared commitment to strengthening queer visibility in Pfaffenhofen and the wider region. Snacks and drinks helped create a welcoming setting for conversations, encounters and personal reflections.

The meeting was opened by Norbert as chairing person and assembly lead. After confirming that the invitation had been issued properly and that the assembly was quorate, Claudio presented the agenda, which was unanimously approved by the participating members. From the very beginning, it became clear that this general assembly was more than a formal meeting: it was a space where commitment, responsibility and community came together.

Looking back on an active year

The board report highlighted how active Queer Pfaffenhofen was throughout 2025. Regular formats such as the monthly QueerTreff at Müllerbräu and the CineQueer film nights at the VHS were complemented by participation in the Pfaffenhofen Lichtermeer, activities during the Weeks Against Racism, the photo art exhibition “Max ist Marie”, information tables at local Dult Sundays and Pink Monday in Ingolstadt, as well as the second CSD Pfaffenhofen with the first Pride Week. Together, these activities show the broad scope of the association’s work: from community and culture to visibility, education and local networking.

The financial report and cash audit were also presented. The audit found no errors or discrepancies. After the reports had been discussed, the members unanimously discharged the entire board. This was both a recognition of the work carried out and a strong sign of confidence in the association’s future direction.

New support for the board team

Another important agenda item was the election of new members to the board committee. These by-elections had become necessary after Claudio and Pascal stepped down from their board positions. Under the election management of Andreas, Thomas, Diana and Ines introduced themselves to the members present. All three were elected by secret ballot and accepted their election. Queer Pfaffenhofen is therefore pleased to welcome Diana, Ines and Thomas to the board team. Andreas and Norbert continue to serve on the board. Together, the team stands for continuity, new ideas and a shared willingness to take responsibility for the community.

The open exchange among members was one of the most valuable parts of the day. Questions were answered, ideas were shared and perspectives for the months ahead were discussed. Using cards, participants could write down what they were taking away from the general assembly and what might prevent people from becoming active in the association. This made it possible not only to highlight successes, but also to name barriers that the association can continue to address.

Looking ahead: projects, encounters and visibility

Queer Pfaffenhofen also has many plans for 2026. The monthly QueerTreff at Müllerbräu will continue, as will the CineQueer film nights at the VHS. Further plans include information tables at local Dult Sundays, participation in the Weeks Against Racism, the International Night, the Long Nights of Art and Music, the Festival of Democracy and the local parade of associations. The first CSD Freising, a revised QueerForum concept and CSD Pfaffenhofen on 22 August with Pride Week are also part of the year’s planned activities.

The third ordinary general assembly clearly showed what defines Queer Pfaffenhofen: people who contribute their time, energy, passion and values. One participating member captured this atmosphere particularly well, describing how impressive it was to experience the commitment, dedication, solidarity and sense of community behind the association’s work. The inspiring exchange, the many ideas for the future and the ongoing commitment to diversity, visibility and acceptance were encouraging and showed how important initiatives like this are for society. Together, the members are shaping an open, respectful, diverse and colourful future – with many more projects, encounters and moments that give courage.

Queeres Vernetzungstreffen in Ingolstadt: Gemeinsam mehr erreichen

Ein erster Austausch für die Region 10

Am 22. April fand im Tagtraum in Ingolstadt ein erstes queeres Vernetzungstreffen für Vereine, Initiativen und Engagierte aus der sogenannten Region 10 statt. Zur Region Ingolstadt gehören neben der kreisfreien Stadt Ingolstadt auch die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d.Ilm. Damit war das Treffen bewusst regional gedacht: Es ging nicht nur um einzelne Orte, sondern um die Frage, wie queere Sichtbarkeit, Unterstützung und Zusammenarbeit in der gesamten Region gestärkt werden können.

Eingeladen hatte Peter Hengl, Sprecher des neu gegründeten Arbeitskreises Queer der ver.di Region Ingolstadt. In seiner Einladung formulierte er den Wunsch, miteinander ins Gespräch zu kommen, zuzuhören, voneinander zu lernen und auszuloten, was gemeinsam entstehen kann. Genau dieser offene und respektvolle Ansatz prägte auch den Abend.

Viele Perspektiven an einem Tisch

Teilgenommen haben neben ver.di-queer unter anderem Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, die Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 sowie weitere Initiativen, Gruppen und engagierte Einzelpersonen. Schon diese Zusammensetzung zeigte, wie vielfältig queeres Engagement in der Region 10 bereits ist: Es reicht von Beratung, Community-Arbeit und Selbsthilfe über Kultur und betriebliche Netzwerke bis hin zu gewerkschaftlicher Interessenvertretung.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass noch nicht alle angesprochenen queeren Organisationen auf die Einladung reagiert haben. Gerade deshalb bleibt die Vernetzung offen: Weitere Gruppen und Initiativen aus der Region 10 sind ausdrücklich eingeladen, sich künftig einzubringen und den Austausch mitzugestalten.

Für Queer Pfaffenhofen war das Treffen eine wichtige Gelegenheit, Kontakte über die Landkreisgrenzen hinaus zu vertiefen und neue Schnittstellen zu entdecken. Gerade in ländlicheren Räumen und kleineren Städten ist Vernetzung besonders wertvoll. Viele Angebote entstehen ehrenamtlich, mit viel persönlichem Einsatz und nah an den Bedürfnissen der Menschen. Wenn diese Erfahrungen zusammenkommen, können daraus neue Ideen, stärkere Strukturen und mehr Sichtbarkeit entstehen.

Queere Themen in Arbeit, Alltag und Öffentlichkeit

Ein Schwerpunkt des Treffens lag auf der Frage, wie LGBTQIA+ Menschen im Arbeits- und Berufsleben besser unterstützt werden können. ver.di-queer möchte queere Anliegen in der Arbeitswelt sichtbarer machen und Betroffene bei Herausforderungen oder Diskriminierungserfahrungen stärken. Dabei wurde deutlich: Queere Sichtbarkeit endet nicht an der Bürotür, im Betrieb oder in der Verwaltung. Sie betrifft den Alltag, die Kultur, die Bildung, das Vereinsleben und den öffentlichen Raum.

Im Austausch ging es deshalb auch um die Themen, die die einzelnen Gruppen aktuell bewegen. Welche Erfahrungen machen queere Menschen in der Region? Wo fehlen sichere Räume, niedrigschwellige Informationen oder Ansprechpersonen? Wo gibt es bereits gute Beispiele? Und wo können Organisationen einander unterstützen, statt nebeneinanderher zu arbeiten? Das Treffen bot Raum, diese Fragen offen anzusprechen, ohne sofort fertige Antworten liefern zu müssen.

IDAHOBIT und 1. Mai als gemeinsame Anknüpfungspunkte

Als mögliche gemeinsame Anlässe wurden unter anderem der IDAHOBIT am 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, sowie der 1. Mai, der Tag der Arbeit, angesprochen. Beide Termine machen deutlich, wie eng queere Sichtbarkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Solidarität miteinander verbunden sind. Der IDAHOBIT setzt ein klares Zeichen gegen Diskriminierung, während der 1. Mai die Verbindung von Arbeitswelt, sozialer Gerechtigkeit und Vielfalt sichtbar machen kann.

Der Abend war dabei kein Treffen mit fertigem Maßnahmenplan, sondern ein Auftakt. Im Mittelpunkt standen Kennenlernen, Austausch und die Frage, wie gegenseitige Unterstützung konkret aussehen kann. Gerade das machte den Abend wertvoll: Es entstand ein Raum, in dem Ideen gesammelt, Kontakte geknüpft und gemeinsame Perspektiven entwickelt werden konnten.

Ein Anfang mit viel Potenzial

Das erste queere Vernetzungstreffen in Ingolstadt hat gezeigt, wie groß der Bedarf und zugleich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Region 10 sind. Viele Menschen setzen sich bereits für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichstellung ein – oft an unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Schwerpunkten. Wenn diese Arbeit stärker miteinander verbunden wird, kann daraus ein tragfähiges Netzwerk wachsen.

Für Queer Pfaffenhofen war der Abend ein ermutigendes Signal. Queere Sichtbarkeit entsteht nicht nur durch einzelne Veranstaltungen, sondern auch durch verlässliche Kontakte, Vertrauen und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Das Treffen im Tagtraum war dafür ein wichtiger erster Schritt – und hoffentlich der Beginn einer langfristigen, solidarischen Zusammenarbeit in der gesamten Region 10.

Queer networking meeting in Ingolstadt: Achieving more together

A first exchange for Region 10

On 22 April, a first queer networking meeting for organisations, initiatives and committed individuals from what is known as Region 10 took place at Tagtraum in Ingolstadt. The Ingolstadt region includes the city of Ingolstadt as well as the districts of Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen and Pfaffenhofen a.d.Ilm. The meeting therefore had a deliberately regional perspective: it was not only about individual towns, but about how queer visibility, support and cooperation can be strengthened across the whole region.

The invitation came from Peter Hengl, spokesperson for the newly founded Queer working group of ver.di in the Ingolstadt region. In his invitation, he described the aim of getting to know one another, listening, learning from each other and exploring what could be created together. This open and respectful approach also shaped the evening itself.

Many perspectives at one table

In addition to ver.di-queer, participants included Queer Pfaffenhofen, Trans-Treff Ingolstadt, Stadtdramaturgie Ingolstadt, queer at Audi, Rainbow No2 and further initiatives, groups and committed individuals. This mix already showed how diverse queer engagement in Region 10 is: it ranges from counselling, community work and peer support to culture, workplace networks and trade union representation.

At the same time, it became clear that not all queer organisations contacted had responded to the invitation yet. This makes it all the more important to keep the network open: further groups and initiatives from Region 10 are warmly invited to get involved and help shape the exchange in the future.

For Queer Pfaffenhofen, the meeting was an important opportunity to deepen contacts beyond district boundaries and discover new points of connection. Networking is especially valuable in more rural areas and smaller cities. Many offers are created on a voluntary basis, with great personal commitment and close to the needs of the community. When these experiences come together, they can lead to new ideas, stronger structures and greater visibility.

Queer issues in working life, everyday life and public space

One focus of the meeting was the question of how LGBTQIA+ people can be better supported in working and professional life. ver.di-queer wants to make queer concerns in the workplace more visible and support people affected by challenges or discrimination. The discussion made one thing clear: queer visibility does not stop at the office door, in companies or in public administration. It also concerns everyday life, culture, education, associations and public space.

The exchange therefore also addressed the topics that currently matter to the different groups. What experiences do queer people have in the region? Where are safe spaces, accessible information or contact points still missing? Where are there already good examples? And where can organisations support one another instead of working in parallel? The meeting created space to address these questions openly, without the pressure to produce immediate answers.

IDAHOBIT and 1 May as shared starting points

Possible shared occasions discussed included IDAHOBIT on 17 May, the International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, as well as 1 May, Labour Day. Both dates show how closely queer visibility, social participation and solidarity are connected. IDAHOBIT sends a clear message against discrimination, while 1 May can highlight the connection between working life, social justice and diversity.

The evening was not a meeting with a finished action plan. It was a starting point. The focus was on getting to know one another, exchanging experiences and asking how mutual support could look in practice. That is exactly what made the evening valuable: it created a space for ideas, contacts and shared perspectives to grow.

A beginning with strong potential

The first queer networking meeting in Ingolstadt showed both the need and the willingness to cooperate across Region 10. Many people are already working for diversity, acceptance and equality – often in different places and with different priorities. If this work becomes more connected, a resilient regional network can grow from it.

For Queer Pfaffenhofen, the evening was an encouraging sign. Queer visibility is not created only through individual events, but also through reliable contacts, trust and a shared willingness to take responsibility. The meeting at Tagtraum was an important first step – and hopefully the beginning of long-term, solidary cooperation throughout Region 10.

Mobile Informations- und Begegnungsstände

Drei Monate nach dem Abschluss der ersten Bürgerengagement-Runde trafen sich die LAG-Managerin Tina Schuler, Bürgermeister Wolfgang Hagl (1. stellvertretender Vorsitzender der LAG) und ein Teil der Vorstandschaft der Lokalen Aktionsgruppe Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm e.V. mit den Maßnahmenträgern der zweiten Runde im Rentamtssaal des Landratsamts, um die Kleinprojekte vorzustellen.

Den Anfang machte Peggy Füssel, die ihre Maßnahme „SVentura – Begegnungsangebote für Trauernde“ der von ihr gegründeten SVentura Trauerhilfe Selbsthilfegruppe als erstes eingereicht hatte. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ist wenig Platz für Trauer und den richtigen Umgang mit ihr. Vor allem für Menschen, die mitten im Leben stehen, beruflich eingebunden, familiär verantwortlich und im Alltag gefordert sind, fehlt oft das richtige Format. Hier setzt SVentura an. Es sind viele verschiedene Angebote geplant, die auf die Förderung seelischer Gesundheit, die Unterstützung von Menschen in akuten Krisen sowie die gesellschaftliche Aufklärung im Umgang mit Trauer ausgerichtet sind. Das vielfältige Angebot von Lesungen über Aromatherapie und Yoga bis hin zu verschiedenen Kreativworkshops soll die Menschen in ihrer Trauer abholen und begleiten.

Mit Hilfe der Unterstützung Bürgerengagement wird der FC Schweitenkirchen 1946 e.V. am Sportplatz ein Kiosk mit Lager- und Unterstandsmöglichkeit errichten. So muss Vereinsmaterial nicht mehr privat gelagert werden und ist für die Vereinsmitglieder schneller und leichter zugänglich. „Insbesondere für Vereinsveranstaltungen, Jugendarbeit, Familienaktivitäten, das Ferienprogramm „Schweidino“ und öffentliche Anlässe wird der „Kiosk FC Schweitenkirchen“ dringend benötigt, um die Verpflegung sicher zu stellen, Sitzgelegenheiten unterzustellen und Witterungsschutz zu bieten“, erklärt Herr Klostermann. Der Kiosk fördert somit nicht nur die Vereinskultur, sondern auch das Miteinander und die Lebensqualität vor Ort.

Die Kommunikations- und Medienkompetenz der Jugend möchten Josef Postel und Verena Zöllner mit dem Verein Bürgernetz Landkreis Pfaffenhofen e.V. stärken. Mit der Maßnahme „Radionauten – Medienkompetenz für Kinder zwischen 9 und 15 Jahre“ sollen spielerisch die Grundlagen journalistischer Arbeit vermittelt werden. Dazu gehören unter anderem das Recherchieren von Beiträgen und das Führen von Interviews. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf den richtigen Umgang mit Medien, das Bewerten von Informationen und das kritische Hinterfragen der schon vielfach genutzten KI gelegt werden. In von den Kindern abgehalten Redaktionssitzungen werden Sendeplan und Arbeitsabläufe gemeinsam erarbeitet. Als absolutes Highlight soll das Erlernte unmittelbar im Radiostudio in Livesendungen umgesetzt werden.

Informieren möchte auch der Verein Queer Pfaffenhofen e.V. Zu diesem Zweck kann er nun mit Hilfe der LEADER-Förderung „Mobile Informations- und Begegnungsstände“ anschaffen und sein Angebot landkreisweit ausweiten. Durch die klar erkennbaren, professionell gestalteten Anlaufstellen sollen Hemmschwellen abgebaut und der Wiedererkennungswert gesteigert werden. Der Verein möchte über das Leben queerer Menschen informieren, Aufklärungsarbeit leisten und sich so für ein besseres, respektvolles Miteinander und eine Stärkung der Gemeinschaft einsetzen. Die Informations- und Begegnungsstände sollen neben der Informationsarbeit auch für Mitmachaktionen, Dialogformaten und persönlichen Gesprächen bei etablierten Veranstaltungen im Landkreis verwendet werden.

Die Maßnahmen erhalten jeweils eine Unterstützung in Höhe von 90 % der eingereichten Nettokosten, maximal jedoch bis zu 5.000 €. Mit der Umsetzung dieser Kleinprojekte wird das Bürgerengagement-Budget für die aktuelle Förderperiode aufgebraucht.

LAG-Managerin Tina Schuler strahlt: „Das Schöne am LEADER-Projekt “Unterstützung Bürgerengagement“ ist die Vielfalt der Projekte und das Brennen der Maßnahmenträger für ihre Idee. Die Begeisterung der Akteure ist wie immer ansteckend!“ Daher freut sie sich schon auf das Abschlusstreffen in einem Jahr, wenn alle Maßnahmenträger mit Bildern berichten, wie es ihnen ergangen ist.

Hier wird Bürgerengagement sichtbar und ansteckend. LAG-Managerin Tina Schuler (vorne links), LAG-Assistentin Ramona Müller (daneben) und die anwesenden LAG-Vorstandschaftsmitglieder freuen sich mit den Maßnahmenträgern über den Startschuss der neuen Bürgerengagement-Runde. (Bildquelle: Annegret Lange, LAG Pfaffenhofen)

Buchlesung Sven Rühl

Buchlesung mit Sven Rühl: „Chris & Tobi – Zwischen Liebe, Alltag und Zukunft“

Queer Pfaffenhofen e.V. und die Buchhandlung WortReich laden herzlich zu einem besonderen Literaturabend ein: Autor und Podcaster Sven Rühl kommt erneut nach Pfaffenhofen und liest aus seinem neuen Buch „Chris & Tobi – Zwischen Liebe, Alltag und Zukunft“.

Nach „Ich bin Chris!“ geht die Geschichte weiter: Chris und Tobi stehen vor neuen Fragen, neuen Entscheidungen und der großen Herausforderung, Liebe nicht nur als Gefühl, sondern auch im Alltag zu leben. Zwischen Zukunftsplänen, Unsicherheiten, Vertrauen, Freundschaft und Selbstfindung erzählt Sven Rühl eine berührende Geschichte über das Erwachsenwerden, über Mut und darüber, den eigenen Weg zu finden.

Sven Rühl schreibt und spricht über Themen wie Mobbing, mentale Gesundheit, Vielfalt und queeres Leben. Seine Geschichten möchten berühren, Mut machen und zeigen, dass niemand mit den eigenen Gefühlen allein ist. Die Lesung bietet Raum für ehrliche Einblicke, Begegnung und Austausch – in der besonderen Atmosphäre der Buchhandlung WortReich.

 

 

Das WortReich ist mehr als ein Ort für Bücher: Die Pfaffenhofener Buchhandlung steht für persönliche Beratung, Literaturleidenschaft und einen Raum zum Stöbern, Entdecken und Zusammenkommen. Umso schöner, dass dieser Abend gemeinsam mit dem WortReich stattfinden kann.

  • Wann: Freitag, 17. Juli 2026, 19:00–22:00 Uhr
  • Wo: Buchhandlung WortReich, Auenstr. 4, 85276 Pfaffenhofen
Reservierung erwünscht: Damit wir besser planen können, freuen wir uns über eine vorherige Reservierung – per E-Mail an info@wortreich-pfaffenhofen.de, persönlich direkt im Laden oder per E-Mail an kontakt@queerpaf.de.

Weitere Infos: Website von Sven Rühl WortReich Pfaffenhofen

Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend mit euch!

Gedenken in Dachau: Queere Häftlinge im Fokus

Ein bewegendes Zeichen gegen das Vergessen: Exklusive Führung in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Am 29. September 2024 begab sich eine beachtliche Gruppe auf eine ganz besondere und hochemotionale Reise in die Vergangenheit. Auf Einladung von Queer Pfaffenhofen e.V. versammelten sich insgesamt rund 30 Teilnehmer*innen in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Mittelpunkt stand ein Schicksal, das in der allgemeinen Geschichtsschreibung viel zu lange im Schatten stand: das der queeren Häftlinge.

Einzigartige Einblicke und Gänsehaut-Momente

Geleitet wurde die Führung von Patricia Prieto-Soto, die es verstand, die abstrakte Geschichte in greifbare, menschliche Schicksale zu übersetzen. Mit großer Empathie und tiefem Fachwissen brachte sie uns die Lebenswege queerer Häftlinge nahe. Es waren Momente, die für Gänsehaut sorgten – etwa als wir von dem unvorstellbaren Mut und dem oft im Verborgenen geleisteten Widerstand erfuhren, den diese Menschen trotz der grausamen Bedingungen aufbrachten.

Zum würdevollen Abschluss der Veranstaltung legte der Vorstand von Queer Pfaffenhofen e.V. einen Blumenkranz nieder. Damit gedachten wir der Opfer und gaben ein Versprechen für die Zukunft: Wir werden eure Geschichten weitertragen und uns weiterhin für eine Welt ohne Ausgrenzung einsetzen.


ℹ️ Hintergrund: Queere Häftlinge im Nationalsozialismus

Der „Rosa Winkel“

Im Konzentrationslager wurden Häftlinge durch ein System von Stoffabzeichen markiert. Männer, die aufgrund ihrer Homosexualität nach § 175 verfolgt wurden, mussten den „Rosa Winkel“ tragen. Sie standen in der Lagerhierarchie oft ganz unten und waren besonderer Grausamkeit durch das Wachpersonal, aber auch durch Mitgefangene ausgesetzt.

Die Situation in Dachau

Das KZ Dachau war ein Ort systematischer Verfolgung. Homosexuelle Männer wurden hier nicht nur inhaftiert, sondern auch Opfer medizinischer Experimente. Ihre Geschichten von Mut und Selbstbehauptung wurden erst Jahrzehnte später umfassend erforscht.

Verfolgung nach 1945

Ein besonders bitteres Kapitel der Geschichte: Mit der Befreiung der Lager endete das Leid für viele queere Menschen nicht. Während andere Opfergruppen entschädigt wurden, blieb der Paragraph 175 in der Bundesrepublik in seiner NS-Fassung bis 1969 bestehen. Viele Überlebende wurden nach 1945 erneut kriminalisiert. Eine offizielle Anerkennung als NS-Opfergruppe erfolgte erst sehr spät.


Ein Meilenstein für die Bildungsarbeit

Der Erfolg dieses Pilotprojekts spricht für sich: Die Gedenkstätte Dachau hat aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und der Relevanz des Themas bereits signalisiert, die queere Führung fest in ihr Regelprogramm aufzunehmen. Wir sind stolz darauf, diesen Prozess gemeinsam angestoßen zu haben und damit einen dauerhaften Beitrag zur Sichtbarkeit queerer Verfolgungsgeschichte zu leisten.

Wir können jedem nur ans Herz legen, die Gedenkstätte zu besuchen und sich mit diesem Teil unserer Geschichte auseinanderzusetzen. Die neuen thematischen Führungen bieten eine unverzichtbare Perspektive für unsere heutige Gesellschaft und mahnen uns, täglich für Vielfalt und Toleranz einzustehen.

👉 Weitere Informationen zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Wir danken Patricia Prieto-Soto und dem Team der Gedenkstätte für diese wegweisende Zusammenarbeit und die würdige Aufarbeitung unserer Geschichte.

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